Wassersportzentrum von

Wildwasser mitten in Wien

Spatenstich für topmodernes Wassersport-Zentrum im 22. Bezirk gesetzt

Wassersportzentrum - Wildwasser mitten in Wien © Bild: APA

Rudern, Flach- und Wildwasserkanufahren kann man bald mitten in Wien: In den kommenden drei Jahren entsteht am Standort des derzeitigen Ruderzentrums bei der Steinspornbrücke ein neues Wassersportzentrum.

Die Gesamtkosten dieses Projektes belaufen sich auf insgesamt 3,9 Millionen Euro und werden je zur Hälfte vom Sportministerium und der Stadt Wien getragen. Sportminister Darabos setzte mit Sportstadtrat Oxonitsch den Spaten an: "Der Kanuverband ist mit zwei WM-Goldmedaillen 2011 einer der erfolgreichsten Sportverbände in Österreich. Wenn wir in einer olympischen Sportart so große Erfolge haben, müssen wir auch eine optimale Infrastruktur für unsere Athletinnen und Athleten schaffen. Deshalb bin ich sehr stolz auf dieses einzigartige Projekt."

Für Profis und Anfänger
"Dieses Wassersportzentrum wird auch allen sportbegeisterten Wienerinnen und Wienern zur Verfügung stehen. Sie werden genauso wie die professionellen SportlerInnen die Möglichkeit haben, ihr Training in der Großstadt in bewegtem Wasser durchzuführen", so der Wiener Sportstadtrat Christian Oxonitsch.

Synergien der Sportarten
Die Olympischen Sportarten Rudern und Kanu - Wildwasser und Flachwasser - sollen im neuen Wassersportzentrum in einer noch nie da gewesenen Weise verbunden werden. Neben den Kanu Spezialdisziplinen Slalom, Rodeo, Rafting und Wildwasserschwimmen können auch die Lehrwarteausbildung, Wasserrettungsausbildung usw. inkl. Einer Kanuschule betrieben werden.

Wildwasser in der Großstadt
Hauptteil des Projektes ist der Bau einer Wildwasserstrecke. Sie wird stromauf von der Steinspornstrecke gebaut. Bei der Wahl der Lage der Wildwasserstrecke wurde Rücksicht auf bestehende Anlagen und auf Waldflächen genommen.

Die Wildwasserbedingungen werden neben den Pumpen durch sogenannte Kanaleinbauten erreicht. Diese erzeugen Strudel und Walzen an Querschnittsveränderungen und Sohlabbrüchen sowie Kehrwasserbereiche. Durch die veränderbaren Einbauten können verschiedenste Schwierigkeitsgrade sowie unbegrenzte Kombinationen von Wasserströmungen und Hindernissen erzielt werden. Die Wettkampfstrecke wird eine Länge von rund 250 Meter, einen Querschnitt von 8 bis 12,5 Meter haben. Der Höhenunterschied zwischen Start- und Zielbecken beträgt minus 4,7 Meter.

Das Wasser wird mit einer Pumpe aus der Neuen Donau in ein Wasserresservoir, das mit dem Startbecken durch zwei Rohrdurchlässe verbunden ist, gepumpt. Nach dem Auffüllen der beiden Becken wird die Wasserzufuhr abgesperrt. Mit vier Pumpen wird die erforderliche Wassermenge vom Zielbecken in das Startbecken gepumpt. Nach Bedarf erfolgt ein Wasseraustausch durch ein Entleerungssystem.

Keine Einschränkungen auf Donauinsel
Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass es keinerlei Einschränkungen für die Nutzer der Donauinsel gibt. Die Radstrecke (Cyclodrom) kann ebenso weiter wie auch bisher genützt werden, wie der Treppelweg und die Hauptwege, die uneingeschränkt erhalten bleiben. Das Gesamtprojekt beinhaltet neben einer Wildwasserstrecke auch eine Generalsanierung und den Ausbau des Ruderzentrums.

Fotos demnächst unter http://www.wien.gv.at/pressebilder verfügbar.