Waldbrände in Türkei und Griechenland eingedämmt: Dutzende Häuser zerstört

Touristen in türkischer Provinz Antalya ungefährdet Feuer auch auf der griechischen Insel Zakynthos

Waldbrände in Türkei und Griechenland eingedämmt: Dutzende Häuser zerstört © Bild: Reuters

Der verheerende Waldbrand in der türkischen Mittelmeerprovinz Antalya ist teilweise eingedämmt. Das Feuer in der Bergregion der Feriendestination zerstörte Dutzende Häuser, Stallungen und Gewächshäuser. Es soll mindestens ein Todesopfer gegeben haben. Touristen, die an den Stränden von Antalya Urlaub machen, sind von den Bränden im Hinterland nicht bedroht. In Griechenland sind wegen stürmischer Winde zwei große Feuer außer Kontrolle geraten.

In Antalya seien die Feuer bis auf drei Brandherde gelöscht oder unter Kontrolle, sagte der türkische Umwelt- und Forstminister Veysel Eroglu. Laut türkischen Medienberichten ist mittlerweile eine Fläche von 10.000 Hektar betroffen. Auf einer Länge von 20 Kilometern und einer Breite von 15 Kilometern hätten die Flammen eine Schneise der Verwüstung gezogen. Dazu sagte Eroglu, tatsächlich seien nur bis zu 4.000 Hektar verbrannt. "An einigen Stellen brennt es, an anderen nicht." Der heftige Wind habe dazu geführt, dass die Flammen Sprünge gemacht hätten. In dem am stärksten betroffenen Dorf Karatas sei in einem ausgebrannten Haus die Leiche eines Mannes entdeckt worden, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV. Ein zweiter Mann werde noch vermisst.

Nach Eroglus Angaben wurde der Brand wahrscheinlich durch Funken aus elektrischen Leitungsdrähten verursacht, die im starken Wind zusammengeschlagen und gerissen waren. Hunderte Dorfbewohner mussten seit Freitag vor den Flammen flüchten. Die Bekämpfung des Brandes erweist sich wegen extremer Trockenheit, heftiger Winde, dichten Rauchs und großenteils unwegsamen Geländes als äußerst schwierig. Aus vielen Teilen des Landes wurden mehr als ein Dutzend Löschflugzeuge und Hubschrauber in Antalya zusammengezogen.

Antikes Theater nicht gefährdet
Wie die Strände der Provinz Antalya ist auch das antike Theater von Aspendos, dem sich das Feuer bis auf wenige Kilometer genähert hatte, nicht gefährdet. Touristen könnten das Theater weiterhin normal besuchen, hieß es.

Auf der griechischen Insel Zakynthos im Ionischen Meer mussten die Einwohner eines kleinen Dorfes in der Bucht von Laganas vorübergehend in Sicherheit gebracht werden. "Wir haben die ganze Nacht gekämpft und das Dorf gerettet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Auch im Nordosten Athens nahe Markopoulo tobte ein Busch- und Waldbrand. Die Feuerwehr setze Löschflugzeuge und Hubschrauber ein, um die Flammen einzudämmen, hieß es. "Es ist uns gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen", sagte ein Feuerwehrsprecher aus Markopoulo im Fernsehen.

(apa/red)