Vertrag bis 2010 verlängert: Innauer bleibt dem ÖSV als Nordischer Direktor erhalten

Olympischen Spiele in Vancouver als Schlusspunkt? Schröcksnadel will auch Pointner weiter verpflichten

Vertrag bis 2010 verlängert: Innauer bleibt dem ÖSV als Nordischer Direktor erhalten

Toni Innauer bleibt dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) bis mindestens 2010 als Nordischer Direktor für Skispringen und Kombination erhalten. Dies gab ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel in Innsbruck überraschend bekannt. Schröcksnadel will auch Cheftrainer Alexander Pointner weiter verpflichten, diesbezügliche Gespräche werden nach dessen Rückkehr in Österreich geklärt. Der ÖSV-Präsident wollte dies eigentlich in Japan bekannt geben, wegen einer Grippe-Erkrankung konnte er die Asien-Reise aber nicht antreten.

"In einem bereits geführten Gespräch mit Toni Innauer habe ich seine weitere Verpflichtung bis mindestens 2010 in der bisherigen Form vereinbart. Er soll dafür sorgen, dass auch bei den Olympischen Spielen 2010, so wie bisher, ein schlagkräftiges Nordisches Team zur Verfügung steht", ließ Schröcksnadel aus Tirol verlauten. Ausschlaggebend für die etwas ungewöhnliche Form der Mitteilung war auch eine "Ente" in einer kleinformatigen Tiroler Zeitung, wonach Innauer den Posten des ÖSV-Präsidenten anstrebe.

Die Personalplanung zu diesem Zeitpunkt begründete Innauer damit, dass er seine eigene Zukunftsplanung konkretisieren wollte. "2010 ist ein Horizont für mich. Ich wollte auch Klarheit für mich schaffen, ob der Präsident mich in dieser Form weiter will", sagte Innauer in Sapporo im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Als "höchstwahrscheinlich" bezeichnete er die Möglichkeit, dass die Olympischen Spiele in Vancouver dann der Schlusspunkt unter seine Funktionärs-Karriere beim ÖSV sind. "Bis dahin kann ich etwas Anderes anvisieren." Ob er vielleicht doch einmal die Präsidentschaft anstrebt? "Im Moment kann ich es ausschließen, aber ich weiß auch nicht, was mir mit 60 einfällt", meinte Innauer lachend.

Er selbst habe in den vergangenen ein, zwei Jahren die "richtige Mischung aus Nähe und Distanz" zu Sportlern und Trainern gefunden. "Diese Position lässt den Trainern Luft und trotzdem können sie von meiner Erfahrung und strategischer Führung profitieren." Daher wird er daran auch nicht viel ändern.

Einen Schwerpunkt will der Skisprung-Olympiasieger von 1980 in den nächsten Jahren auf die Nordische Kombination legen. "Diese Sportart wird immer noch unter ihrem Wert geschlagen. Ich möchte im internationalen Bereich mehr dazu beitragen, dass die Kombination in Kooperation mit den Skispringern professioneller wird, auch im Marketingbereich", nennt er ein klares Ziel. Außerdem möchte Innauer im FIS-Exekutiv-Komitee möglichst bald einen Österreicher sehen. "Wir zählen seit Jahren zu den führenden Nationen in der Kombination. Dann können wir auch über Wettkampf-Modi diskutieren."

Auch möchte er ein zusätzliches Kombi-Großereignis im "Zwischenjahr" - ähnlich wie die Skiflug-WM - erreichen. "Das könnte z.B. eine Massenstart-WM sein." Auch das Damen-Skispringen, das in zwei Jahren erstmals "weltmeisterlich" ist, ist Innauer ein Anliegen. (apa/red)