Waffenpflicht eingeführt

Ort in Georgia verpflichtet Einwohner – schärferes Waffengesetz unwahrscheinlich

In der kleinen Stadt Nelson im US-Bundesstaat Georgia wird nun Waffenbesitz verpflichtend: Mit dieser Maßnahme, die angeblich Familien schützen soll, verpflichtet die Stadt mit 1.300 Einwohnern ihre Bürger zum Waffenbesitz und dazu immer ausreichend Munition vorrätig zu halten. Die Maßnahme solle die Sicherheit der Stadt erhöhen. Allerdings gibt es keine Strafe für diejenigen, die keine Waffe tragen. Trotzdem ein Kuriosum, wo doch US-Präsident Obama verzweifelt versucht, die Waffengesetze in die andere Richtung zu verschärfen.

von Waffenbesitzer Stockbild © Bild: Thinkstock/ Andy Reynolds

Das Massaker von Newtown brachte das Fass zum Überlaufen: Zumindest dachten im ersten Moment die meisten politischen Beobachter, dass nun der Weg frei sei für strengere Waffengesetze. Obama kündigte an, dass man nicht auf ein weiteres Newtown warten werde, sondern die Gesetzgebung verschärfen wolle.

Seither arbeitet die Waffenlobby intensiv daran, diese Pläne zu vereiteln. Dabei sind die Gesetzesvorschläge im Vergleich zu den Regelungen in europäischen Staaten ohnehin weiterhin sehr liberal. Obama forderte lediglich den Verkauf von Sturmgewehren zu verbieten und Waffenbesitzer strenger zu kontrollieren. Vor allem das von Republikanern dominierte Repräsentantenhaus lehnt aber bisher jede Verschärfungen strikt ab.

Viele Tote durch Waffen

Dabei zeigt eine neue Studie wenig überraschend, dass diejenigen US-Bundesstaaten mit den laxesten Waffengesetzen die meisten Toten auf Grund von Waffengewalt verzeichnen. Hawaii, Massachusetts und Connecticut hatten hingegen die wenigsten Fälle von Waffengewalt und waren zugleich die Staaten mit den strengsten Waffengesetzen. Connecticut ist nun noch einen Schritt weitergegangen und hat die strengsten Waffengesetze der USA beschlossen. Damit werden Waffenkäufer künftig routinemäßig überprüft und dürfen weder halbautomatische Maschinengewehre noch große Mengen Munition kaufen.

Nelson in Georgia geht den anderen Weg und verpflichtet nun alle Bürger außer Schwerverbrecher, Menschen mit psychischen Erkrankungen und diejenigen Personen die Waffenbesitz ablehnen, dazu Waffen zu tragen. Es sind keine Strafen geplant, dennoch ist der Stadtrat davon überzeugt, dass die Maßnahme die Stadt sicherer mache. Außerdem sei die Maßnahme als Opposition gegen jede Maßnahme der US-Regierung Waffengesetze zu verschärfen, zu verstehen.

Kommentare

Ivoir

An alle Waffenbefürworter: Um Euren Wünschen nachzukommen müssten die bestehenden Gesetze grundlegend geändert werden.
Die Abschaffung der Waffenschränke, weil die Waffe bei Gefahr jederzeit griffbereit sein soll.
D.h. Ihr solltet Eure Waffe geladen in Eurem Nachtkastl oder auch unter dem Kopfpolster aufbewahren.
Diebe haben nämlich die Angewohnheit unangemeldet vorbeizukommen. Zur Abschreckung könnte man ja auch das Bild einer
Kalaschnikow an die Haustür tackern mit dem Text „Ich bewache dieses Haus“.
Während Ihr auf die Einbrecher wartet, könnten ja Eure Kinder, wenn Ihr einmal nicht zu Hause seid damit spielen.
Und die wichtigste Frage: Könntet Ihr oder habt Ihr schon einmal ernsthaft auf Menschen gezielt oder gar geschossen? Wie wollt
Ihr auf Notwehr plädieren, wen der Dieb gar keine Waffe dabei hat?
Solltet Ihr vielleicht einmal in die Situation kommen, kann es gut sein, dass Ihr Euch wünscht, nie eine Waffe besessen zu haben.
Auch wenn man tausende Für und Wider anführt, es macht keinen Sinn sein eigenes Leben zu verpfuschen weil man jemanden zu
Krüppel geschossen oder gar getötet hat.

lagi62 melden

paaaaasst, wie war das??? friede aus angst. das ist auch heute noch so. dzt wird ohne angst eingebrochen da mit 90%iger sicherheit keine waffe im hause ist. wenn aber doch, wird die hemmschwelle drastisch erhöht. es muss nicht eine waffe zu hause sein, wer nicht will muss nicht, aber es hilft. die kriminaltität wird immer höher und unkontrollierbar d.h. schütz dich selbst. du gehst arbeiten und die schweine klauen es, wie schön ist die welt.

strizzi49 melden

Bin ganz Ihrer Meinung! seht einmal nach England! Seit dort die Waffen verboten wurden, ist die Kriminalitätsrate horrend gestiegen! Ist ja klar - kein Krimineller muss mit bewaffneter Gegenwehr rechnen! Und weil es immer heißt, wenn eine Waffe da ist, wird sie auch benutzt. Nach diesem Schema müssten sich die Schweizer schon ausgerottet haben!

strizzi49 melden

Dort steht in fast jedem Haushalt ein Sturmgewehr nebst Munition! Und sagt bitte nicht, die Schweizer sind was Anderes! Wieso passiert dort nichts? Und wenn man die Argumente gegen Waffen ernst nähme, müsste man SOFORT alle Messer verbieten! Und wieviele Verkehrstote gibt es? Wird deshalb das Auto verboten? Das Ganze Waffenverbot ist Scheinheiligkeit zum Quadrat!

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Sie irren in mehrfacher Hinsicht, erstens ist es ein Unterschied,ob man sich eine Schußwaffe illegal besorgen muss oder schon hat (Wegfall der Affekttaten), zweitens brauchen Sie mit dem Brotmesser Anatomiekenntnisse wenns letal sein soll und laufen Gefahr, dass das Opfer wehrhaft ist und ihnen die nächste Zaunlatte drüberzieht, ganz abgesehen von der größeren Überwindung, die es kostet,einen aus nächster Nähe aufzuschneiden und der Vergleich mit dem Auto hinkt schon deshalb, weils in der Regel nicht zum vorsätzlichen Töten verwendet wird. Und einen einigermaßen intelligenten Psychopathen (das ist kein Widerspruch) werden sie nie wirklich stoppen können, wenn er es nicht vorher plakatiert, aber worauf er leicht Zugriff hat bestimmt die Größe des Massakers. Und ich fühle mich ehrlich gesagt wohler wenn nicht Hinz und Kunz Ihren Frust ,mit halbautomatischen Knarren ausleben können,ich lebe gerne. Und hier gehts nun mal um die erlesene Schnapsidee ein durch Schusswaffen induziertes Problem durch Vermehrung selbiger zu lösen.
Und ich weiß ich wiederhole mich, aber so wie diese Welt aussieht, dürfte man den meisten nicht mal eine Kuchengabel in die Hand geben.

lagi62 melden

tja, dann stehen sie lieber einer einbrechenden ostbande mit dem gummihammer gegenüber anstatt mit einer schusswaffe. naja, jeder wie er will, ich würde mich lieber wehren können und somit im vorfeld event. das vorhaben der netten besucher zu verhindern. da auch ich gerne lebe. die meisten massaker passieren so oder so, waffe legal oder illegal, sie passieren und das schon in der jetzzeit. wie gesagt jeder wie er will so sollte es sein.

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naja, abgesehen davon, dass es Einbrecher generell eher auf Ihr Hab und Gut und nicht auf Ihren Leib und Ihr Leben abgesehen haben, dass man also höchst selten in die missliche Lage kommt sein Leben verteidigen und sich wehren zu müssen, weil die Konfrontationen möglichst vermeiden, stehe ich ,wenn's mich so fragen, einem Einbrecher -wurscht welcher Herkunft- weder mit Gummihammer noch mit Schusswaffe lieber gegenüber, sondern am liebsten gar nicht. Und eine von mir selbst gewählte Konfrontation mit Waffe frei nach dem Motto " Überraschung ich bin auch noch da und hab die Puschka in der Hand" würde ich schon aus dem einen Grund vermeiden, weil ich, wie wohl die wenigsten von uns, nicht weiß, wie ich in einer extremen Stresssituation reagiere, also ob ich im Falle des Falles dem ungebeten Gast nicht die Rübe wegblase. Deshalb rufe ich in so einer Situation lieber die Polizei, denn im Endeffekt ist mir dann der gestohlene Fernseher und a bissl Feigheit in einer nicht selbst verschuldeten Lage doch lieber als eine "Leiche, die meinen Weg pflastert".
Aber wie Sie schon sagten: jeder wie er will;-))

Oliver-Berg
Oliver-Berg melden

Schön langsam verblöden die Amerikaner, weil sie glauben mit Waffen alles regeln zu können. Was passiert wenn Waffen, die frei zugänglich sind, in die Hände von Psychisch Kranken und Psychopathen kommen, sehen wir jedes Mal wenn wieder ein Amoklauf mit Waffe und unschuldigen Toten und Verletzten passiert. Offensichtlich sind Gewinne von Rüstungsfirmen wichtiger als Menschenleben in den USA.

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Richtig und gerade deshalb ist die Leere in den Hirnkasteln da drüben ja so schrecklich.Wo blutige zerfetzte Kinderleichen kein Waffenverbot herbeiführen können ist jede Hoffnung auf Vernunft verloren. Pioniere durch und durch, die das Blut der eigenen Kinder verrinnen lassen, damit sie ihre Knarren behalten können. Und wem nach diesem Geschehen wie in Newton noch Liberalisierungen, ja gar Verpflichtungen zum Waffentragen einfallen, der gehört aus dem Kreis der Zivilisierten ausgestoßen.
Ich dachte immer, die nachweislich dümmste Population seien die ehemaligen Bewohner der Osterinseln, aber die Konkurrenz wird härter.

was sich menschen alles einreden lassen... angstmacherei und die waffenlobby kassiert fleißig ab... ja frage: wem gehört die rüstungsindustrie ??? :)

VIPNWA1

wenn man sie richtig einsetzt zum selbstschutz habe ich keine bedenken, siehe mal diesen link.., http://www.obersiebenbrunn.at/system/web/news.aspx?gnr_search=2297&bezirkonr=0&menuonr=222714148&detailonr=224019037 man muß sich dann wegen solcher weniger sorgen machen, europa heute 2013

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