Trotz Neutralität und UN-Embargo: Waffen aus Österreich für Kroatien-Krieg geliefert

830 Gewehre geliefert: NEWS enthüllt illegalen Deal Millionenschwere Zahlungen über heimische Banken

Trotz Neutralität und UN-Embargo: Waffen aus Österreich für Kroatien-Krieg geliefert

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe umfangreiche Dokumente, die österreichische Waffenlieferungen in das damals kriegsführende Kroatien trotz Neutralität und UNO-Embargo umfassend dokumentieren.

Die Rechnungen, Belege und Lieferscheine beziehen sich auf die Waffentransporte mit den Codenamen "Hans 6", "Hans 8", "Hans 9" und Hans 10", die von Fahrern des kroatischen Verteidigungsministeriums von Österreich über den Loiblpass und Slowenien nach Kroatien durchgeführt wurden. Insgesamt wurden bei diesen vier Lieferungen 230 Stück Steyr SSG 69, 400 Stück Jagdgewehre der Marke "Tirol", 68.840 Schuss Munition und Laseroptik geliefert.

Die Gesamtkosten für das kroatische Verteidigungsministerium beliefen sich auf exakt 2.246.500 D-Mark. Aus den Dokumenten geht auch die nachfolgende Verteilung der Präzisionswaffen an Brigaden der kroatischen Armee - bis hin zur berühmt-berüchtigten "Tiger-Brigade" hervor. Der Verlauf der Waffen lässt sich somit bis in die Einsatzgebiete nachvollziehen.

Zudem veröffentlicht NEWS Rechnungen, Überweisungen und Kontoauszüge von Scheinfirmen mit Sitz in Österreich, die für die Abwicklung der Waffengeschäfte zuständig waren. Über eine "Hemerson International Trading Company" mit Sitz in Graz und Konto 0188-03221/00 der Creditanstalt-Bankverein, Filliale Graz-Griesplatz, wurde beispielsweise der 3.240.000 US-Dollar teure Kauf russischer Militärhubschrauber der Marke "MI-8" abgewickelt.

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