Kino-Check von

The Wolf of Wall Street: Sex,
Drugs und DiCaprio

Martin Scorsese lässt den Hollywood-Star eine dreistündige Dauer-Party feiern

  • Wolf of Wall Street
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    The Wolf of Wall Street

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    The Wolf of Wall Street

Sex, Drugs and Money! Das ist das Motto des „Wolf of Wall Street“, Jordan Belfort, Self-Made-Börsenmakler und -Millionär. Leonardo DiCaprio gibt den partywütigen Wall Street-Hai mit großer Leidenschaft, wofür er bereits mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Den Kinobesucher erwartet eine dreistündige Dauer-Fete made in Hollywood.

Das Dream-Team ist zurück. Leonardo DiCaprio meets Martin Scorsese. Für einen Kassenschlager ist also auf jeden Fall gesorgt. Scorseses Muse gibt in „The Wolf of Wall Street“ Jordan Belfort, einen ehrgeizigen und ambitionierten jungen Mann aus einfachen Verhältnissen, der an der New Yorker Wall Street anheuert und sofort von dem exzentrischen wie erfolgreichen Mark Hanna unter seine Fittiche genommen wird. Er lernt schnell, doch der „Black Monday“ von 1987 stoppt Jordans Karriere noch bevor diese richtig beginnt. Jordan Belfort zeigt sich dessen jedoch unbeeindruckt, wechselt in den Penny-Stock-Markt mit Provisionen bis zu 50 Prozent und verblüfft mit einem enormen Verkaufstalent. Schnell häuft sich der Reichtum an, Jordan gründet mit dem neugierig gewordenen Nachbar Donnie eine eigene Firma und verdient innerhalb kürzester Zeit Millionen im zweistelligen Bereich. Der kometenhafte Aufstieg an der Wall Street ist nicht mehr zu bremsen – ebenso wie Jordans Lust auf Party, Frauen und noch mehr Geld.

Da dabei jedoch nicht nur in Form von Drogen sondern auch auf geschäftlicher Ebene der Pfad des Legalen gerne überschritten wird, lässt neben vielen Bewunderern auch das FBI auf den Wall-Street-Wolf aufmerksam werden…

DiCaprio meistert Übung mit Leichtigkeit

Leonardo DiCaprio tänzelt durch dieses Börsendrama, das auf den eigenen Aufzeichnungen des echten Jordan Belforts basiert, als hätte er nie etwas anderes gemacht als zu feiern. Party, Drogen, Sex und Geld, alles ist für Belfort selbstverständlich und er nimmt sich, was er haben will – und mehr davon.

Genauso inszeniert Scorsese auch das farbenfrohe, schrille Börsendrama, das sich viel mehr auf den Aufstieg und Höhepunkt des Wolfes konzentriert – als auf dessen Fall. Ganze drei Stunden verfolgt man die zügellose Feier einer Handvoll überraschend reich gewordener Möchtegerns. Überraschende Wendungen hingegen gibt es in „The Wolf of Wall Street“ so gut wie gar nicht, diverse lustig-skurrile Sequenzen wie jene des herrlich exzentrischen Matthew McConaughey als Mark Hanna, die jedoch leider schon im Trailer gespoilert wurde, aber durchaus.

Wolf of Wall Street
© Paramount Pictures Martin Scorsese gibt Anweisungen

Lange ohne Langeweile

Das harmonierende Schauspieler-Ensemble, allen voran DiCaprio und Jonah Hill als schrill-schräger, an den Rande des Wahnsinns grenzender Donnie, macht diese Dauer-Party mit jeder Menge nackter Haut durchaus zur spaßigen Kino-Fete. Die große Leistung des Hollywood-Dreamteams besteht dieses Mal vor allem darin, einen viel zu langen Film nie langweilig werden zu lassen.

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