"The Information": Neue CD von Beck zwischen Beat- und Songwriter-Melodien!

Düstere Grundstimmung und Do-it-Yourself-Cover

"The Information": Neue CD von Beck zwischen Beat- und Songwriter-Melodien!

Wer Farbe auf das neue Album von Beck bringen möchte, muss selbst Hand anlegen. "The Information" (Universal) wird mit einem Blanko-Cover ausgeliefert, dazu erhält der Käufer einige Sticker, die von amerikanischen und europäischen Designern entworfen wurden, um sich sein eigenes Cover zu basteln. Nur vermeintlich farblos präsentiert sich die Musik. Aber beim mehrfachen Hören schält sich aus den zahlreichen Samples, dem etwas dünnen Gesang und Gitarrengeschrammel allmählich die Qualität des Langspielers heraus.

Er habe versucht, die beiden Pole seines Schaffens - das Beat-Orientierte und den Songwriter - unter einen Hut zu bekommen, sagte Beck der Nachrichtenagentur AP. "Das war definitiv eine Herausforderung. Wie sagst du etwas Persönliches über einem HipHop-Beat?" Die Grundstimmung ist düster. Selbst der wohl eingängigste Song "Nausea" kommt nur musikalisch unbeschwert daher.

Das hat seinen Grund: Die meisten Stücke schrieb Beck zu Beginn des Irak-Kriegs, und auch wenn der Krieg nicht direkt thematisiert wird, fließt das Thema doch in die Atmosphäre des Werks ein. Rund drei Jahre hat Beck an dem Album gebastelt, parallel zu seiner Arbeit an "Guero", das vergangenes Jahr erschien. "Das Album ist eine Erleichterung", sagt Beck. "Es hat so lange auf meinen Schultern gelastet. Es ist gut, dass es jetzt raus ist und ich die Hände wieder frei habe." (apa/red)