Tauch-Rekord durch Oberösterreicher: 42- jähriger im Attersee auf 165 Meter getaucht

34 Dekompressionsstopps: Aktion dauerte 113 Min.

Der 42-jährige Hans Brandstätter ist Sonntagnachmittag im Attersee in Oberösterreich auf 165 Meter getaucht. Der frühere Berufssoldat und jetzige Tauchlehrer aus Ried im Innkreis erreichte dabei den tiefsten Punkt des Sees. Das sei Tieftauchrekord, gab das Militärkommando Salzburg der APA bekannt.

Zum Rekordversuch fuhr der 42-jährige Oberösterreicher mit dem Schiff, begleitet von zahlreichen Schaulustigen und seinem Team - darunter Sicherungstaucher und Fotografen. Mit vier Pressluft-Flaschen machte er sich kurz nach 12.00 Uhr an den Abstieg auf 165 Meter. Nach etwas mehr als zehn Minuten hatte er den tiefsten Punkt des Attersees erreicht.

Am Grund des Attersees angelangt, ordnete Brandstätter seine Ausrüstung und blickte um sich. "Ich hatte überhaupt keine Angst und würde es jederzeit wieder tun", sagte er später. Länger als zweieinhalb Minuten konnte der Taucher jedoch nicht bleiben. In einer Tiefe von 165 Metern hätte das die Auftauchzeit um mehr als 20 Minuten verlängert.

Um gesund zur Wasseroberfläche zurück zu kehren, waren 34 Dekompressionsstopps notwendig. Der Tauchgang dauerte 113 Minuten. Immer wieder lieferten Sicherungstaucher Pressluft-Flaschen an Brandstätter. Für den Tieftauchrekord wurden 18.000 Liter von sechs verschiedenen Atemgasen - unter anderem Gemische aus Helium, Sauerstoff und Stickstoff - benötigt.

Hans Brandstätter erlernte den Beruf eines Chemotechnikers. Danach war er zwölf Jahre Berufssoldat in Salzburg. Anschließend war er zwei Jahre lang als Abenteurer und Goldsucher in Kanada unterwegs. Seit rund zehn Jahren ist er Tauchlehrer und betreibt nun eine Ausbildungsstätte am Attersee. Er hat bisher mehr als 1.600 Tauchgänge absolviert.

(apa)