Suche Liebe, biete Geld von

Daddy sucht Sugar

NEWS-Reporterin recherchiert undercover über das Geschäft mit der Liebe

NEWS-Reporterin recherchiert undercover über das Geschäft mit der Liebe. © Bild: Heinz Stephan Tesarek/NEWS

Ältere Herren, diskret und betucht, begnügen sich nicht mehr mit käuflichem Sex. Sie bezahlen für die Illusion echter Gefühle von Studentinnen, die sehr schnell sehr viel Geld verdienen möchten. NEWS recherchierte undercover.

Touristen drängen ins Wiener Café Central. Sie bestaunen die Einrichtung, die Torten, die Kaffeehaustradition. Niemand beachtet uns. Gott sei Dank, denke ich und hoffe, dass unsere Nachbarn am Nebentisch kein Wort Deutsch sprechen. Denn da sitzen wir jetzt, Sugardaddy57 und ich, Gretchen007, das Sugarbabe. Er mustert mich, versucht einen Blick in meinen Ausschnitt zu erhaschen. Nach wenigen Minuten zwinkert er mir zu und sagt: "Ja, mit dir müsste es gehen." Die Schokolade, die zum Cappuccino serviert wird, bleibt mir fast im Hals stecken. So fühlt sich Erniedrigung an. Ich wollte ja unbedingt herausfinden, was es heißt, ein Sugarbabe zu sein. Jetzt versinke ich vor Scham.

Ein kluger Mann mit Humor.

Michael M. ist Ende 50, Unternehmer und allein. Es ist Mittagszeit, als wir uns zu einem Wiener Schnitzel treffen. Er bestellt ein "warmes Wasser" und Wein für uns beide. Michael M., der in Wirklichkeit anders heißt, aber gern Wassersport betreibt, hat eine Firma in der Nähe von Wien. Er hat volles Haar, sonnengebräunte Haut und ein freundliches Lächeln. Auf eine ganz normale Kontaktanzeige würde er mit Sicherheit viele Zuschriften bekommen. Auch in einer Bar würde er bestimmt angeflirtet werden. Die Chancen, dass sich eine Frau in ihn verliebt, stehen nicht schlecht: Michael M. ist ein kluger Mann, er hat Humor und es fällt ihm leicht, ins Gespräch zu kommen.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper Version.

Kommentare

So - what is the problem? Die einen haben das Geld, die anderen wollen es. Frau macht halt dafür etwas. Darüber zu urteilen, steht mir nicht zu. Anscheinend gibt es dafür einen Markt, Nachfrage und damit das Angebot.

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