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Ein Tag für Stöpsel und deren Eltern

Am 30. August findet Österreichs erstes Festival für Kinder und Erwachsene statt

Kind feiert mit Konfetti © Bild: istockphoto.com

Festivals für Erwachsene? Gibt es en masse. Feste für Kinder? Sind auch keine Seltenheit. Aber ein Festival für Kinder und Erwachsene? Das ist, zumindest in Österreich, neu. Der entsprechende Erstversuch findet unter dem Titel „Stöpsel Festival“ am 30. August im Wiener WUK statt.

Wen das Festival ansprechen soll, ist dabei relativ klar: „Pop-Festival- und FM4-sozialisierte Eltern, die nicht nur auf Veranstaltungen gehen wollen, wo es nur den Kindern taugt“, skizziert Mitveranstalter Thomas Weber die Zielgruppe. Der Medienmensch – Weber ist Herausgeber der Magazine „The Gap“ und „Biorama“ - weiß, wovon er spricht, ist er doch selber Vater eines neunjährigen Buben und eines fünfjährigen Mädchens.

Und er ist nicht der einzige im Team, der Elternfreuden und damit einhergehende, aus Erwachsenen-Sicht teilweise unbefriedigende, Nachmittagsbeschäftigungen aus eigener Erfahrung kennt. „Es fehlt gefühlt etwas, wo man im Pop-Universum mit Kindern hingehen kann, sich aber auch die Eltern amüsieren können“, erklärt er den Antrieb hinter der Veranstaltung.

Stöpsel Festival
© Stöpsel Festival

Und so arbeitet das Team intensiv am Schließen dieser Lücke und der Umsetzung eines Tages, an dem man sich mit seinen Kindern im WUK bei angenehmer Atmosphäre „wohlfühlen“ soll, wie Weber es formuliert. Das Gelände in der Währinger Straße repräsentiert für ihn dabei etwas „angenehm Überschaubares“ und auch das dortige Team freue sich bereits auf das Festival. Das Programm ist dabei durchaus vielfältig: Von einer Theater-Vorführung von Erich Kästners „Konferenz der Tiere“ reicht die Palette über eine Akrobatik- und Zaubershow und Koch-Workshops bis hin zu Konzerten.

Acts, "die uns selbst taugen"

Der musikalische Teil wird von Mundart-Rapper Skero und den Indie-Poppern Kommando Elefant bestritten, Eloui, Ernesty International und SirTralala vereinen sich außerdem für einen „EMG Elternabend“. Wie bei der gesamten Veranstaltung hat sich das Team auch bei der Wahl der Bands auf eigene Erfahrungswerte verlassen. „Ich mag Skero und meine Kinder mögen Skero auch“, so Weber. Generell hat man sich nach Acts umgesehen, „die uns selbst taugen und die gefühlt nicht jede Woche irgendwo zu sehen sind.“

Skero
© APA/Georg Hochmuth Skero soll die Stöpsel unterhalten

Wobei auch für kommende Stöpsel-Festivals noch genügend musikalisches Material vorhanden wäre. „Mein Sohn findet, „Ja, Panik!“ sind die coolste österreichische Band und meine Tochter mag Bilderbuch“, stellt Weber bereits mögliche künftige Headliner in den Raum.

Geplant wäre in jedem Fall, das Festival für Jung und nicht-mehr-ganz-Jung zu einer Dauereinrichtung zu machen. Und auch die Rückmeldungen sind bislang durchaus vielversprechend. Der Vorverkauf läuft zufriedenstellend und es gibt sogar schon Interesse und Gespräche an einem Ableger in einem anderen Bundesland. Kein Wunder, gibt es doch nicht nur in Wien Eltern mit popkulturellem Anspruch.

Weiterführende Links

Stöpsel-Festival
Vorverkauf bei ntry

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