Stiegenhaus in Wien teilweise eingestürzt: Bewohner wurden von Feuerwehr geborgen

Niemand verletzt - Stiegenhaus nicht mehr benützbar Morsche Balken dürften zu Einsturz geführt haben

Stiegenhaus in Wien teilweise eingestürzt: Bewohner wurden von Feuerwehr geborgen

Das Stiegenhaus eines Wohnhauses in Wien-Ottakring ist teilweise eingestürzt. Die 17 Bewohner der Friedmanngasse 26 wurden von der Feuerwehr teilweise über Drehleitern geborgen. Grund für den Einsturz dürfte ein Wasserschaden gewesen sein, der vor Jahren Holzbalken in der Decke in Mitleidenschaft gezogen hatte. Das Haus wurde gesperrt, die Bewohner in Ersatzquartiere gebracht.

Ein Mitarbeiter der MA 48 wollte gegen 7.00 Uhr einen Mistkübel aus dem Haus rollen, als plötzlich ein Teil der Decke im Stiegenhaus herabfiel. Der Mann schlug sofort Alarm, berichtete ein Sprecher der Exekutive.

Die Ursache scheint mittlerweile geklärt: Zwischen Erdgeschoß und erstem Stock sind Holzbalken eingezogen. Diese dürften schon vor Jahren durch einen Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogen worden sein, meinte der Beamte.

Aus Sicherheitsgründen wurden die Bewohner des Hauses in Ersatzquartiere gebracht. Sie durften noch das Notwendigste aus den Wohnungen holen. Da keine akute Gefahr bestand, konnte sie dazu das Stiegenhaus benutzen. Das Krisenmanagement der Stadt Wien rückte zur Versorgung der Betroffenen aus. Ein Statiker nahm die Arbeit auf. Seine Berechnungen entscheiden über die weiteren Maßnahmen.

Die Friedmanngasse blieb vorerst zwischen der Weyprechtgasse und der Hubergasse auf einer Länge von etwa 100 Metern gesperrt. "Das hat allerdings keine Auswirkungen auf den Verkehr", so der Sprecher.

(apa)