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Start der Frühjahrslohnrunde - Gewerkschaften fordern kräftiges Plus

Sozialpartner verhandeln ab heute die Kollektivverträge für rund 120.000 Beschäftigte in der heimischen Industrie

Die Frühjahrslohnrunde wird heute, Mittwoch, mit den Kollektivvertragsverhandlungen der Papierindustrie eingeläutet. Angesichts der guten Wirtschaftslage fordern die Gewerkschaften kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen. "Jetzt wird es Zeit, dass die Beschäftigten ordentlich am Erfolg beteiligt werden", fordern die Arbeitnehmervertreter Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).

In Summe verhandeln die Sozialpartner die Kollektivverträge für rund 120.000 Beschäftigte in der heimischen Industrie. Den Anfang macht die Papierindustrie, die rund 8.000 Beschäftigte zählt. Am 12. März starten die KV-Verhandlungen für die Elektro- und Elektronikindustrie für 50.000 Beschäftigte. Der Start in der chemischen Industrie ist am 5. April. Diese Branche zählt rund 45.000 Beschäftigte.

Für die etwa 12.000 Beschäftigten der Textilindustrie haben sich die Sozialpartner im Vorjahr auf einen zweijährigen Stufenplan geeinigt. Mit 1. Dezember 2018 soll der niedrigste Mindestlohn im Kollektivvertrag dort 1.500 Euro brutto betragen.

Weitere KV-Verhandlungen der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp, die im Frühjahr verhandelt werden, sind Lederwaren- und Kofferindustrie, Schuhindustrie, Bekleidungsindustrie, Glashüttenindustrie, Glasbe- & -verarbeitende Industrie sowie einige Bereiche aus dem Agrar- und Nahrungssektor.

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