Springreiten von

Das 11-Millionen-Euro-Pferd

Zehnjähriger Wallach Palloubet d'Halong wechselt für Rekordsumme den Besitzer

Palloubet d'Halong © Bild: Getty/AFP/Bagger

Die australische Springreiterin Edwina Tops-Alexander wird in Zukunft das weltweit teuerste Sportpferd in den Bewerben vorstellen. Der Verkauf des zehnjährigen Wallachs Palloubet d'Halong, der bisher von der Schweizerin Janika Sprunger geritten und seit dem Alter von sechs Jahren von ihr ausgebildet worden war, um die kolportierte Rekordsumme von elf Millionen Euro wurde am Donnerstag perfekt. Für den Nachkommen des Olympiasiegers und dreifachen Weltcupsiegers Baloubet du Rouet gab es zuletzt immer höhere Angebote, das beste stammte von Jan Tops, dem Ehemann der künftigen Reiterin.

In der vom Schweizer Equipechef Urs Grünig verbreiteten Bestätigung des Deals heißt es, über den Namen und Sitz der als Käufer auftretenden Firma sei Stillschweigen vereinbart worden. Auch die Kaufsumme wurde nicht genannt - öffentlich genannte Zahlen seien reine Spekulation. Besitzer des Fuchs-Wallachs, der als eines der weltbesten Springpferde gilt, war der Basler Unternehmer Georg Kähny, ein Freund der Familie Sprunger.

Kähny willigte in den Verkauf ein, nachdem auch die Reiterin erklärt hatte, bei so einem Angebot könne sie nicht verantworten zu verlangen, das Pferd zu behalten. "Wir werden weiter in junge Pferde investieren, auch wenn wir keinen zweiten Palloubet finden werden, denn er ist einzigartig, ein Genie", sagte die 26-jährige Janika Sprunger gegenüber der Website studforlife.com. Sie hatte mit Palloubet heuer im Großen Preis von Aachen den zweiten Platz belegt, war zweimal in großen Nationenpreisen doppelt fehlerfrei und zuletzt EM-Siebente.

Mit dem kolportierten Kaufpreis von elf Millionen übertrifft Palloubet den bisherigen Rekord von angeblich zehn Millionen Euro, der beim Verkauf des weltbesten Dressurhengstes Totilas an Paul Schockemöhle im Jahr 2011 erzielt worden war. Totilas wird in der Zucht eingesetzt, im Sport vermochte er unter dem neuen Reiter Matthias Alexander Rath, dem Stiefsohn der Mitbesitzerin Ann Kathrin Linsenhoff, bisher nie an vergangene Leistungen anzuschließen. Wegen diverser Blessuren bestritt er kaum Wettkämpfe.

Kommentare