Spionage von

Über 100 iranische Agenten in Wien

Zahlreiche Personen sollen angeblich für den iranischen Geheimdienst arbeiten

Ein Spion mit Koffer und Waffe von hinten. © Bild: thinkstock.at

Mehr als 100 Personen sollen in Wien für den iranischen Geheimdienst tätig sein. Das berichtet "Die Presse" und beruft sich dabei auf Aussagen von Sicherheitsexperten und einen Bericht über Irans Geheimdienstministerium, den die Forschungsbibliothek des US-Kongresses im Dezember in Washington vorgelegt hat. Das Innenministerium wollte auf Anfrage der APA diese Zahl nicht bestätigen und verwies auf den Verfassungsschutzbericht 2012.

In dem Papier der "Library of Congress" heißt es laut "Presse": "Wien [. . .] ist angeblich voll mit Agenten des iranischen Geheimdienstministeriums. Das liegt an der anhaltend guten Beziehung zwischen dem Iran und Österreich seit der (Islamischen) Revolution". Im österreichischen Verfassungsschutzbericht wird, ohne betreffende Staaten beim Namen zu nennen, allgemein festgehalten, dass Österreich aufgrund seiner Geschichte, seiner Lage, seines neutralen Status und der ansässigen internationalen Organisationen einen "wichtigen Umschlagplatz in der Welt der Nachrichtendienste" darstelle.

Netzwerk zur Geldwäsche

Sicherheitsexperten schätzen, dass in Österreich mehr als 100 Personen für den iranischen Geheimdienst tätig sind oder ihm zumindest zuarbeiten. Ihre Aufgabe bestehe nicht nur darin, iranische Oppositionelle im Exil zu beobachten und teilweise unter Druck zu setzen, wie im US-Bericht zu lesen ist. Zuletzt tauchten zudem Hinweise auf, dass die Iraner in Wien möglicherweise ein Netzwerk aufgezogen haben, um Sanktionen zu umgehen und Geld zu waschen. Das Außenministerium hatte Anfang November den Verdacht, Österreich setze die im Atomstreit mit dem Iran verhängten Sanktionen nicht entschieden durch, "absolut" zurückgewiesen.

Im Visier hat der Westen nach Informationen der "Presse" zudem mittlerweile auch irakische Personen, die dem Regime in Teheran bei diversen Operationen behilflich sein sollen. Die Islamische Republik Iran verfügt über erheblichen Einfluss im benachbarten Irak, der seit der US-Intervention vor zehn Jahren von der schiitischen Bevölkerungsmehrheit dominiert wird.

Kommentare

Ivoir
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Meine Idee wäre, daß hier der Tourismusverband einhakt und den dritten Mann reaktiviert und damit ein neues Tourismusfeeling anpreist. Doch scheint mir die Anzahl der Iranischen Agenten nur deshalb so hoch, weil dauernd Nachschub erforderlich ist, da mindestens die Hälfte in einem laufenden Asylverfahren involviert ist.

Ignaz-Kutschnberger
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@Ivoir... also der war jetzt auch nicht schlecht :-)

Oliver-Berg

Wer Geldwäsche betreiben will, muss sich nur einer Botschaft bedienen. Wer dazu noch eine kleine aber feine Bank, die nach außen hin nicht als solche in der Innenstadt tätig ist, ich kenne einige davon, hat alle Möglichkeiten zum Geldwaschen. Geldwäsche findet heute über bestechliche Banker und Diplomaten statt. Früher waren die großen österreichischen Banken beteiligt. Heute nicht mehr.

Oliver-Berg
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Kleines Quiz an vergessliche Journalisten:
Mahmud Achmadinejad, war bei der Ermordung von Kurden in Wien vor Ort in führender Position tätig. Nach dem die Schergen in Wien
von der Polizei verhaftet worden sind, sind sie nach einem Anruf aus dem Iran mit Terrordrohungen in das nächste Flugzeug nach Teheran gesetzt worden. Österreich war schon immer scheinheilig.

Ignaz-Kutschnberger
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@Oliver-Berg... Ja, aber das kann man so jetzt nicht sagen... zumindest sollt man das "SCHEIN" unter Anführungszeichen setzen..das heilig kann man allerdings ohne lassen :-)

Ignaz-Kutschnberger
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So viele sind´s gar nicht... es sind grad mal 147 ! ;-)

Ignaz-Kutschnberger
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...aber 3 davon sind momentan im Krankenstand und einer fliegt diese Woche zurück, weil seine Tochter demnächst heiratet *gg

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