Spieler verlassen den Verein

Spieler verlassen den Verein

Wieder steht ein österreichischer Profi-Fußballverein vor dem Aus. Über den Erstdivisionär SV Braunau wurde vom Landesgericht Ried im Innkreis ein Konkurs-Verfahren eröffnet. Spätestens bis 9. Jänner 2002 soll es einen ersten Bericht geben. Es wird befürchtet, dass die Innviertler ihren Spielbetrieb einstellen müssen.

Der Ersten Division der österreichischen Fußball-Bundesliga droht ein Verein abhanden zu kommen. Das Landesgericht Ried im Innkreis hat ein Konkurs-Verfahren über die Sportvereinigung Braunau eröffnet, Masseverwalter Dr. Ernst Grubeck wird nun den genauen finanziellen Status feststellen. Der Anwalt des Innviertler Klubs stellte zudem einen Zwangsausgleichsantrag. Braunau-Präsident Walter Lugmayr war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Nach dem "Ausscheiden" der Traditionsvereine Vorwärts Steyr und St .Pölten in der Saison 1999/2000 steht nun ein weiterer Profi-Klub vor dem Ende. Dr. Herwig Leibinger, Konkursrichter in Ried, meinte: "Das Konkursverfahren ist eröffnet, spätestens am 9. Jänner kommt es zu einer Berichtstagsatzung. Der Bericht des Masseverwalters kann aber auch schon früher vorliegen."

Bei Annahme des Zwangsausgleiches könnte der Spielbetrieb zwar fortgesetzt werden, mit Pawlowski, Weidinger, Promberger und Latour sind aber bereits vier Akteure weg. Und laut Trainer Radan Lukic stehen weitere Abgänge unmittelbar bevor. Auch der Coach führte bereits Verhandlungen mit anderen Vereinen, hoffte aber bis zuletzt auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs.

Sollte dieser nicht fortgesetzt werden können, werden alle Spiele der Frühjahrssaison 2002 mit Braunauer Beteiligung mit 0:3 und drei Punkten für den Gegner gewertet. Damit würde es keinen Fixabsteiger aus der Ersten Division geben, ob und in welcher Spielklasse der Verein SV Braunau weiterspielen könnte, ist offen.