So klein und schon eine echte Xbox360:
Das Konsolen-Facelift von Microsoft im TEST

250 GB und WLAN gibt es jetzt endlich ab Werk Kleiner, leiser und bereits ab 16. Juli im Handel

So klein und schon eine echte Xbox360:
Das Konsolen-Facelift von Microsoft im TEST © Bild: Reuters

Über vier Jahre ist die Xbox 360 bereits auf dem Markt. Zeit für ein Facelift - dachte man sich bei Microsoft und hat die Konsole kurzerhand runderneuert. Warum auch nicht, Sony hat letztes Jahr mit der PS3 Slim dasselbe getan und damit die Verkäufe kräftig ankurbeln können. Ab 16. Juli ist die neue Xbox in Österreich zu haben. E-MEDIA konnte sie schon vorab testen.

Weniger dran, mehr drin. Kleiner als das Vorgängermodell ist die neue 360, trotzdem steckt mehr drin: Die WLAN-Funktionalität (nach dem schnellen 802.11n-Standard) hat Microsoft diesmal integriert. Ein externer WLAN- Adapter wäre auch nicht mehr zeitgemäß gewesen.

Die Festplatte ist jetzt üppige 250 GB groß und nicht mehr außen "angedockt". Beim neuen Modell verschwindet sie in einem Schacht auf der rechten (bei liegender Konsole) Gehäuseseite. Transportabel ist die Harddisk aber weiterhin: einfach Abdeckung öffnen, Platte abziehen und mit zu Freunden nehmen! Die Platten der "alten" Xboxen kann man in der neuen Konsole freilich nicht mehr verwenden. Via beliebigen USB-Sticks lassen sich die Daten von einer alten Konsole auf die neue übertragen. Als Alternative ist auch ein Transferkit zum Preis von 16,99 Euro erhältlich.

Das Design
Neue Konsole, frische Optik: Die 360 kommt jetzt in glänzendem Klavierlack-Look daher. Sehr schick, aber anfällig für Fingertapser. Im unteren Drittel hat die Front einen eleganten Knick bekommen. Auf der Seite dominieren zahlreiche Lüftungsschlitze. Alles in allem: ein ansprechendes Redesign, auch wenn sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt.

Im Vergleich zu den Vorgängerkonsolen hat Microsoft die neue Xbox um einiges leiser gemacht. Nicht flüsterleise, ein gewisses Grundgeräusch ist nach wie vor wahrnehmbar, aber nicht störend. Merkbar lauter wird's beim Anspringen des DVD-Laufwerks. Aber dieses Betriebsgeräusch lässt sich durch Installation der Games auf Festplatte sowieso gänzlich vermeiden. Nach wie vor benötigt die Konsole ein externes Netzteil, doch auch das ist immerhin deutlich kleiner als bisher.

Neue Buttons, Anschlüsse
Der Einschaltknopf und der Eject-Button des DVD-Laufwerks sind keine herkömmlichen Knöpfe mehr, sondern Touchflächen, die schon auf leichteste Berührungen reagieren. Wirkt hochwertig.

Auf der Rückseite verfügt die Xbox jetzt über einen digitalen Audioausgang (S/PDIF) sowie einen speziellen Port, an dem später die Bewegungssteuerung Kinect Anschluss finden soll (siehe Kasten). Über insgesamt fünf USB-Ports sucht die Konsole außerdem Anschluss nach außen (drei hinten, zwei vorne hinter einer Abdeckklappe).

Wachablöse
Schickes Design, WLAN integriert, extragroße Harddisk und vorbereitet für Kinect: Die "Facelift-Xbox" ist ein rundum gelungener Ersatz für die bisherigen Modelle. Die laufen übrigens aus und werden vom Handel entsprechend günstig feilgeboten: Die Elite-Konsole kostet aktuell 199 Euro, und das festplattenlose Arcade-Modell wird im Abverkauf um 149 Euro zu haben sein. Interessenten sollten bald zuschlagen. Oder vielleicht doch bis zum 16. Juli warten. Dann erscheint die neue Xbox zum Preis von 249 Euro.

(E-MEDIA/Huber)