Filmfestival Toronto von

Sklaven-Drama zu brutal

"12 Years a Slave" löste heftige Emotionen aus - Zuschauer verließen Saal

12 Years a Slave © Bild: Tobis Film

Das Sklaven-Drama "12 Years a Slave" des britischen Regisseurs Steve McQueen hat beim 38. Toronto International Film Festival (TIFF) heftige Reaktionen beim Publikum ausgelöst. Die Premiere des Streifens wurde am späten Freitagabend vom Publikum gefeiert. Zuvor hatte die tragische Geschichte des entführten Schwarzen Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor), der versklavt und gefoltert wird, allerdings zu emotionalen Momenten, Tränen und Schreckensschreien geführt. Zahlreiche Zuschauer verließen wegen der Darstellung von brutalen Folterszenen den Saal.

Filmemacher McQueen ("Shame") erklärte am Samstag vor Journalisten in Toronto, dass er mit seinem Werk nicht schockieren, sondern die Wahrheit auf die Leinwand bringen wollte. "Das Buch ist um einiges brutaler, als wir es im Film zeigen", sagte der Regisseur. "12 Years a Slave" basiert auf den Memoiren von Solomon Northup, einem angesehenen schwarzen Violinisten, der 1841 aus dem liberalen Norden in den Süden der USA entführt und als Sklave verkauft wurde.

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