Schwerer Unfall in Salzburg forderte zwei Tote: Kleinbusse frontal zusammengestoßen

Ein Niederländer und eine Deutsche starben bei Crash Bus aus Bayern plötzlich auf Gegenfahrbahn geraten

Schwerer Unfall in Salzburg forderte zwei Tote: Kleinbusse frontal zusammengestoßen © Bild: APA/Feuerwehr Saalfelden

Ein Frontalzusammenstoß von zwei Kleinbussen auf der B311 in Weißbach bei Lofer (Pinzgau) hat zwei Tote und sechs zum Teil Schwerverletzte gefordert. Ein mit drei Männern besetzter Ford Transit aus Bayern war auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen einen niederländischen VW-Bus mit fünf Insassen geprallt. Ein 37-jähriger Niederländer und eine 38-jährige Deutsche, die in dem Bus saßen, kamen dabei ums Leben.

Den Einsatzkräften bot sich ein Bild der Verwüstung: Gepäck, Skier und Wrackteile lagen über die Fahrbahn verstreut. Der niederländische VW-Bus war durch den starken Aufprall umgekippt. Alle fünf Insassen, die in den Skiurlaub nach Saalbach-Hinterglemm unterwegs waren, wurden eingeklemmt. Sie mussten unter schwierigsten Bedingungen mit einem hydraulischen Rettungsgerät befreit werden, hieß es in einem Bericht der Freiwilligen Feuerwehr Saalfelden.

Zwei Insassen tot
Für zwei Insassen des aus Richtung Lofer kommenden VW-Busses kam jede Hilfe zu spät. Sie starben noch an der Unfallstelle. Der Niederländer und die Deutsche, die ebenfalls in Holland lebt, dürften ein Paar gewesen sein. Die weiteren drei Insassen - sie stammen alle aus den Niederlanden - erlitten schwere Verletzungen. Es handelt sich dabei um eine Frau (28) und zwei Männer im Alter von 30 und 42 Jahren. Sie werden im Salzburger Unfallkrankenhaus derzeit künstlich beatmet.

Ausweichmanöver missglückte
Augenzeugen berichteten der Polizei, dass der Lenker um 11.50 Uhr dem aus Richtung Saalfelden kommenden deutschen Fahrzeug noch ausweichen wollte und den Wagen nach links lenkte. Da aber auch der deutsche Lenker den weißen Ford Transit von der Gegenfahrbahn zurück auf die rechte Fahrbahnseite steuern wollte, "kam es mittig zur Kollision", wie ein Polizist erklärte.

In dem Wagen aus Bayern befanden sich neben dem 18-jährige Lenker ein 39-jähriger Mann - er brach sich bei dem Unfall beide Beine - und ein 24-Jähriger, der mit Prellungen davon kam. Das Trio war auf dem Heimweg von einem Skiurlaub in Kaprun. Alle drei wurden im Wrack eingeklemmt und von der Feuerwehr befreit. Im nachfolgenden Wagen saßen ihre Begleiterinnen, die den tragischen Unfall mitansehen mussten. Sie wurden psychologisch betreut.

Zur Ermittlung der Unfallursache wurde von der Staatsanwaltschaft Salzburg der gerichtlich beeidete Sachverständige Gerhard Kronreif beauftragt. Aufgrund von Augenzeugenberichten wird vermutet, dass der Ford Transit wegen einer Unachtsamkeit des Lenkers auf die Gegenfahrbahn geraten ist. Der Unfall ereignete sich auf einer geraden Strecke.

(apa/red)