Schlechte Noten für Österreichs Pädagogen:
Schüler sind fleißig, aber Lehrer zu selten da

OECD-Studie: Unsere Lehrer unterrichten zu wenig Schüler zählen bei Stundenanzahl zu den tüchtigsten

Schlechte Noten für Österreichs Pädagogen:
Schüler sind fleißig, aber Lehrer zu selten da

Während unsere Schüler im internationalen Vergleich zu den fleißigstens zählen, stehen unsere Lehrer viel zu selten im Klassenzimmer. Das die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2010".

Die österreichischen Lehrer stehen deutlich weniger lang in der Klasse als ihre Kollegen im Ausland. In der Volksschule ist der Unterschied noch gering (Österreich: 779 Stunden, OECD-Schnitt: 786 Stunden), im Bereich der Sekundarstufe I (Hauptschule, AHS-Unterstufe) allerdings gewaltig: Die österreichischen Lehrer (607 Stunden) sind hier fast 100 Stunden weniger in der Klasse als der OECD-Schnitt (703 Stunden).

Weniger unterrichtet wird nur in Griechenland (429 Stunden), Polen (513) und Finnland (592). Auch in der AHS-Oberstufe unterrichten die österreichischen Lehrer weniger: Während die Pädagogen im OECD-Schnitt 661 Stunden in der Klassen stehen, sind es hierzulande nur 589.

Anfangsgehalt liegt unter dem OECD-Schnitt
Gehaltsmäßig sieht es für die heimischen Pädagogen durchwachsen aus: Beim Anfangsgehalt und beim Gehalt nach 15 Jahren Berufserfahrung liegen sie unter dem OECD-Schnitt. Beim Endgehalt sind sie in allen Bereichen dann aber klar über dem OECD-Schnitt - und auch hier gibt es aber kalt-warm für sie: Auf das Endgehalt müssen sie lange 34 Jahre warten (OECD: 24 Jahre), dafür ist es doppelt so hoch wie das Anfangsgehalt (OECD: je nach Schultyp 1,70 bis 1,74 mal so hoch wie das Anfangsgehalt).

Unsere Kinder und Jugendlichen zählen hingegen im internationalen Vergleich zu den tüchtigsten: In der Volksschule bzw. am Anfang der Sekundarstufe sitzen die österreichischen Schüler noch kürzer in der Klasse (Sieben- und Achtjährige: 690 Stunden, Neun- bis Elfjährige: 767 Stunden) als ihre Kollegen in den anderen OECD-Staaten (Sieben- und Achtjährige: 759 Stunden, Neun- bis Elfjährige: 802 Stunden). Im späteren Verlauf der Sekundarstufe sieht es dann genau umgekehrt aus: Zwölf- bis 14-Jährige in Österreich haben 913 Stunden Pflichtunterricht (OECD-Schnitt: 886 Stunden), 15-Jährige 1.005 Stunden (OECD-Schnitt: 902).

(apa/red)

Kommentare

OECD Studie vs. Realität Das Schuljahr hat 36 Wochen.
Eine volle Lehrverpflichtung an einer österreichischen Hauptschule sind 21 Stunden in der Klasse.
21x36=756 was bedeutet, dass jeder Lehrer mit einer vollen Lehrverpflichtung 53 Stunden länger in der Klasse unterrichtet als im OECD Schnitt... Zahlen die leicht überprüfbar sind aber einfach nicht gesehen werden (wollen?).

Aber es ist ja klar zu Schulbeginn gibt es, wie jedes Jahr, eine Runde Lehrer-Bashing. Bin gespannt was da in den nächsten Wochen noch kommen wird!

Poet1980 melden

Wie sollen... ... Lehrer auch mehr Stunden halten als die Schüler da sind? Indem sie sich vor leere Klassen stellen?
Lehrer leisten für bzw. besser gesagt statt uns Eltern wertvolle Erziehungsarbeit und bringen unseren Kindern wichtige Grundlagen für\'s Leben bei. Sie bügeln das aus, was wir als Eltern - und ich nehme mich hier nicht aus - den Kindern in der bisherigen Erziehung mangelhaft beigebracht haben. Wenn ich mir vorstelle ich müsste so eine Klasse mit all den verschiedenen Kindern managen - na halleluja! Also: Endlich mal aufhören auf andere zu schimpfen und es besser machen, nämlich viel mehr das loben, was an harter Arbeit geleistet wird.
Einen großen Dank an alle Lehrer für all jenes, was wir als Eltern nicht geschafft haben bzw. nicht so gut schaffen würden. D A N K E dass es euch gibt!

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Re: Wie sollen... Vielen Dank! Leider werden solche Beiträge nicht in den Medien verbreitet, sondern nur die üblichen Hetzparolen gegen die Lehrer

Irgendetwas verstehe ich nicht Wir haben also die faulsten und schlechtesten Lehrer, andererseits wird von jedem Pseudoexperten und allen anderen Untersuchungen FINNLAND als das PARADELAND an Pädagogik und dessen Schulsystem gepriesen, und die finnischen Lehrer arbeiten WENIGER.
Auch der 2.Vergleich hinkt etwas. Die Einkommensschere wurde verändert. Die heutigen Jungpädagogen verdienen schon mehr, dafür ist ihre Gehaltskurve flacher. (Wie allseits bekannt, ist der heutige Lehrerstand überaltet, und daher sehr teuer - Wo bleiben die Junglehrer??? Verstehe wer das mag: Halbtagsjob, überbezahlt und nicht zu vergessen die vielen Ferien - nicht meine sondern die allgemeine Meinung)

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Unsere Lehrer arbeiten zwar am wenigsten haben aber die beste Gewerkschaftliche Vertretung und die feigsten Politiker in Europa, daher können sie tun was sie wollen und der frustrierte Steuernzahler darf dafür tief in die Tasche greifen. Zudem müßen sich Schüler sehr häufig selbst beschäftigen, damit Lehrer während ihrer geringen Arbeitszeit noch andere Dinge tun können wofür sie in ihrer vielen Freizeit keine Zeit mehr haben. Ein ziemlich verwöhnter Berufsstand

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Re: Unsere Lehrer arbeiten zwar am wenigsten da hat wohl einer sehr schlechte Erfahrungen in der Schule gemacht!
Woher nehmen Sie diese unverfroren Vorurteile?
Unterrichtszeit ist nicht gleich Arbeitszeit der Lehrer - da gibt es auch noch Vor- und Nachbereitung, Elterngespräche und und und und
UND übrigens gibts für ALLE Österreicher gesetzlich festgesetzte Jahresarbeitszeit (ca. 1800 Stunden) - die sind halt bei verschiedenen Berufen verschieden verteilt

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Re: Unsere Lehrer arbeiten zwar am wenigsten es gibt zwar eine festgesetzte Arbeitszeit aber die wurde von der Gewerkschaft festgesetzt, einmal im Jahr etwas ausarbeiten, und dann über Jahre das selbe verwenden, aber immer wieder neu in der Arbeitszeit berechnet, dass kennt doch jeder. Und wie großzügig alle Vor und Nacharbeiten berechnet werden, weiß auch jeder. Leute die Selbstständig oder in der freien Wirtschaft ihr Geld verdienen, haben andere Regeln, und die Frage ist wie lange die noch 50% ihres Gehaltes ohne Murren abliefern, sehen sie doch ständig die Privilegien des öff, Dienstes, Frühpensionen, sehr frühe Pensionen über burn out Syntrome, kaum zu kontrollieren, unter Lehrern sehr häufig, in der Privatwirtschaft kaum, Kuraufenthalte Krankenstände, ohne Risiko des Arbeitsverlustes,

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Re: Unsere Lehrer arbeiten zwar am wenigsten ... naja- soviel zum Thema Vorurteile ... einmal im Jahr den Stoff vorbereiten und dann bis zur Pension verwenden - immer dieselben Vorwürfe!
Niemand redet davon, dass sich Lehrinhalte ändern (Bsp. Jugoslawien gibt es schon lange nicht mehr....) - und vor allem die SchülerInnen ändern sich: was für eine Klasse gepasst hat, muss nicht zwangsläufig auch für die nächste passen...
aber es hat keinen Sinn, jemanden das alles zu erklären, ich würde vorschlagen, selber ausprobieren! Es kommt jetzt dann der große Lehrermangel - da kann man es dann versuchen

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Re: Unsere Lehrer arbeiten zwar am wenigsten Also wenn sie in einer Steuerklasse sind in der sie 50 % (mit oder ohne Murren) abliefern müssen, dann müssen Sie in einer Gehaltsklasse sein, von der nur jeder Lehrer träumen kann.
Daher mein Tipp: Kündigen, Abfertigung auszahlen lassen und im öffentlichen Dienst (mit dessen Gehalt) anfangen und all diese Privilegien genießen.

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Mister Sauer Sie scheinen in einer anderen Welt zu leben, Selbstständige müssen kein hohes Gehalt haben um 50% an den Staat ab zu liefern, 25% der Einkünfte ohne Verlustvorschreibung an die SV und dann noch 42% Einkommensteuer, macht meist mehr als 50% aus, und es gibt ganz bestimmt eine Abfertigung für Selbstständige. Wer kommt in den öffentlichen Dienst?? Jemand der die nötigen Beziehungen hat, sonst gäbe es nur öffentlich Bedienstete, und kaum noch Leute die so blöd sind Selbstständig für den Staat zu arbeiten, alles Risiko selbst zu tragen, keinen Krankenstand, keine Kuraufentahlten, und vor allem keine 16 Wochen Urlaub wie Lehrer. Und wenn diese Leute etwas Erfolg haben und etwas verdienen sind sie für die SPÖ die Gschopften, die Gefälligt alles hergeben sollen

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Mr. Sauer Sie provozieren als wahrscheinlich öff. Bediensteter. Der öff. Dienst ist ein abgeschottetes System, kaum junge kommen mehr dazu weil massenhaft ältere Beschäftigte dort sind, unkündbar mit vielen Privilegien, eingestellt aufgrund Beziehungen und nicht nach Fähigkeiten, aber dies ist weithin bekannt. Viele kennen die Scheingespräche für Bewerber die sofort merken dass die betreffende Stelle ohnehin schon vergeben ist und nur noch für die Statistik Gespräche stattfinden, oder Stellen werden überhaupt für eine bestimmte Person spezifisch ausgeschrieben, zahlen dürfen aber die anderen

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Re: Unsere Lehrer arbeiten zwar am wenigsten Lehrer allein sind am System nicht schuld. Politiker wollen Ihre Wähler, damit sie weiterhin feudal leben können, Mehrfacheinkommen lukrieren, etc., Gewerkschafter benötigen ebenfalls ihre Wähler, damit sie weiterhin....... Ich schlage vor, die Lehrer sollten die gesamte Arbeitszeit in der Schule verbringen, sie können ja die leeren Klassenzimmer benützen. Sie müßten dann nicht auch noch die Hefte schleppen und zuhause Überstunden machen! Ein Finanzbeamter nimmt ja auch nicht die Akten mit nach Hause. Das wäre zumindest ein sinnvoller neuer Schulvesuch, und die Debatte hätte ein Ende. (mir mir befreundete Lehrer haben sehr viel Freizeit, aber die sind natürlich die Ausnahme) und die Gewerkschaft hätte zufriedene Mitglieder!

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