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Rund die Hälfte privater Teiche und Pools nicht ausreichend gesichert

KFV rät zur Umzäunung der Wasserflächen

Wer einen Swimmingpool oder ein Biotop im Garten hat, sollte diese offene Wasserfläche auf jeden Fall umzäunen - auch wenn man selbst keine Kinder hat, aber zum Beispiel in der Nachbarschaft welche zuhause sind. Das rät das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) in einer Aussendung am Dienstag und weist gleichzeitig darauf hin, dass 47 Prozent der privaten Wasserflächen nicht gesichert sind.

Auch 40 Prozent der Befragten Haushalte mit Kindern unter zehn Jahren gaben an, dass ihre Wasserflächen nicht gesichert sind. "Kinder dürfen in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Es genügen schon wenige Minuten Ablenkung der Aufsichtsperson und jede Hilfe kommt zu spät - bei Ertrinkungsunfällen zählt jede Sekunde", warnte KFV-Direktor Othmar Thann.

Kleinkinder können schon bei einer Wassertiefe von zehn Zentimetern ertrinken - das ist nicht einmal knietief. Kinder unter fünf Jahren reagieren in Panik nicht vernünftig und es gelingt ihnen folglich nicht, den Kopf eigenständig aus dem Wasser zu ziehen, sondern sie verfallen in eine Starre mit Atemsperre.

Biotope und Swimmingpools sollten jedenfalls mit einem Zaun gesichert werden. "Eine Mindesthöhe von einem Meter und eine Tür, die von Kindern nicht geöffnet werden kann, sind dabei wichtig. Querlatten sollten für den Zaun nicht benutzt werden: Sie laden Kinder geradezu zum Klettern ein", betonte Thann. Für kleinere Wasserflächen wie Brunnen oder Zierbiotope eigne sich eine Gitterkonstruktionen unter der Wasseroberfläche.

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