Rotlicht-Report von

Der Teufelskreis

Rotlicht-Report - Der Teufelskreis © Bild: Heinz Stephan Tesarek

Pamela Fuchs hat zehn Jahre lang als Prostituierte in Wien gearbeitet. Als ihr letzter Kunde bei einem Sex-Unfall stirbt, macht sie Schlagzeilen. Danach will sie mit dem Job aufhören. Doch der Ausstieg ist schwer.

Der letzte Kunde hing mit dem Kopf in der Schlinge. Seine Lippen liefen blau an, seine Augen wurden rot. Ein paar Mal zuckte sein schlaffer, nackter Körper. Die Prostituierte Pamela Fuchs stand regungslos vor ihm, dann verließ sie das Hotelzimmer. Sie schloss die Tür und hängte ein "Bitte nicht stören"-Schild an den Haken. Genauso hatte es sich der Kunde von der Domina gewünscht. Er hatte die Schlinge befohlen, er wollte bewusstlos werden, er wollte, dass sie das Zimmer verlässt.

© Heinz Stephan Tesarek

Ja, das kam ihr seltsam vor, sagte sie später. Deshalb hatte sich Pamela Fuchs vorher den Sonderwunsch unterschreiben lassen. Zehn Jahre in der Prostitution lehrten sie: Der Kunde ist König. Doch dieser König starb. Pamela Fuchs wurde wegen absichtlich schwerer Körperverletzung zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Ein mildes Urteil. Der Richter wertete die Tatsache, dass sie die Polizei alarmierte, als Reue. Fuchs stieg nach dem Unfall aus der Sexarbeit aus. Doch ihre Geschichte lässt sie nicht los. Eine Geschichte der Erniedrigung, Bezahlung und Würde als Prostituierte.

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