Prostitution von

Rom will Rotlichtviertel

Bürgermeister fordert Schaffung eines Viertels nach Amsterdam-Modell

Rotlichtviertel © Bild: Thinkstock

Der Bürgermeister Roms, Ignazio Marino, drängt auf die Einrichtung eines Rotlichtviertels in der Ewigen Stadt nach Amsterdam-Modell. "Schluss mit der Prostitution auf den Straßen, die außer Kontrolle geraten ist. Rom braucht ein Rotlichtviertel nach dem Vorbild anderer europäischer Hauptstädte", sagte Marino nach Angaben italienischer Medien.

Mit seinem Vorschlag könne man das organisierte Verbrechen aktiver bekämpfen, das sich mit der Prostitution bereichere. Mit der Prostitution seien Verbrechen verbunden, außerdem wachse der Protest der Einwohner in den Vierteln, in denen die Straßenprostitution verbreitet sei, sagte Marino. Die Bekämpfung der Straßenprostitution sorgt in Rom seit Jahren für Diskussionen.

Das Thema der Legalisierung der Prostitution ist in Italien seit Jahren heftig umstritten. Seit 1958 sind in Italien Bordelle verboten. Schätzungen zufolge gibt es in Italien bis zu 100.000 Prostituierte, ein Drittel davon aus dem Ausland. Mehr als die Hälfte davon arbeitet auf der Straße, rund ein Fünftel ist minderjährig. Die rechtsföderalistische Lega Nord sammelt zurzeit Unterschriften für ein Referendum zur Abschaffung des Verbots von Bordellen.

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