Prinz Salman von

Saudi-Arabien hat Krise im Jemen nicht ausgelöst

"Kollaps" im Jemen hat bereits ein Jahr vor der Militärintervention begonnen

Saudi-Arabien weist Vorwürfe zurück, dass seine Luftangriffe auf schiitische Rebellen im Jemen die humanitäre Krise in dem Land ausgelöst haben.

Der "Kollaps" im Jemen habe bereits ein Jahr vor der Militärintervention seines Landes begonnen, sagte Kronprinz Mohammed bin Salman der US-Zeitschrift "The Atlantic" mit Blick auf den Putsch gegen die Regierung im Jahr 2015.

Sein Ziel sei es zu verhindern, dass "Extremisten" im Jemen Fuß fassen, sagte er mit Blick auf das sunnitische Terrornetzwerk Al-Kaida und die schiitischen Houthi-Rebellen.

Die Houthi-Rebellen haben weite Teile vor allem im Norden des Jemens von der international anerkannten Regierung des Landes erobert. Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis unterstützt die Regierung und fliegt Angriffe auf Houthi-Stellungen. Als Folge werden auch immer wieder viele Zivilisten getroffen.

Prinz Salman sagte dazu: "Unser Einsatz zielt darauf ab, der legitimen Regierung zu helfen und Stabilität herzustellen. Saudi-Arabien versucht, den Menschen im Jemen zu helfen. Der größte Geldgeber für den Jemen ist Saudi-Arabien."

Am Dienstag begann in Genf eine Jemen-Geberkonferenz. UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Hilfe aufzustocken. "Der Jemen ist die weltweit schlimmste humanitäre Krise", sagte Guterres. 8,4 Millionen Menschen wüssten nicht, wo sie ihr nächstes Essen herbekommen sollten.

Nach Angaben von Guterres sind aufgrund jüngster Zusagen bisher 40 Prozent der benötigten 2,96 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) zusammengekommen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten 930 Millionen Dollar versprochen. Die Zusagen anderer Staaten beliefen sich auf knapp 300 Millionen Dollar.

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