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Spanien spielt wieder

Spieler und Liga haben eine Einigung erzielt. Dafür droht in Italien jetzt ein Streik

primera division - Spanien spielt wieder © Bild: Reuters/Ordonez

Der Streik in den beiden spanischen Top-Ligen ist offiziell beendet. Die Liga und die Spielergewerkschaft erreichten eine Einigung über ausstehende Kicker-Gehälter, wie LFP-Präsident Jose Luis Astiazaran bekanntgab. "Beide Seiten sind Kompromisse eingegangen. Ich bin froh, dass nun der Ball rollt", erklärte Astiazaran, nachdem die erste Runde am vergangenen Wochenende abgesagt worden war.

Titelverteidiger FC Barcelona startet damit erst am Montag mit dem Heimspiel gegen Villarreal in die Meisterschaft, weil die Katalanen am Freitag gegen den FC Porto um den europäischen Supercup spielen. Erzrivale Real Madrid beginnt die Punktejagd am Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen Real Saragossa.

Krise in Italien
Dafür rückt in der italienischen Serie A der Ausfall des Saison-Auftakts am Wochenende immer näher. Ein letzter Vermittlungsversuch des italienischen Fußballverbands (FIGC) im Streit zwischen der Profi-Gewerkschaft und der Liga um den neuen Lizenzspielervertrag scheiterte am Donnerstag. "Wenn von der Liga keine positive Antwort kommt, werde ich den Saisonauftakt verschieben", kündigte Verbandspräsident Giancarlo Abete nach dem Treffen in Rom an. Damit würde Abete dem angedrohten Streik der Spieler zuvorkommen.

Vor dem Krisengipfel beim Verband waren Fußballer-Gewerkschaft (AIC) und Liga-Vertreter erneut auf Konfrontationskurs gegangen. "Es gibt keinen Verhandlungsspielraum", erklärte Liga-Präsident Maurizio Beretta. AIC-Chef Damiano Tommasi sah "derzeit keine Möglichkeit, dass gespielt wird".

Die Vereine weigern sich, den von der AIC bereits unterschriebenen Vertrag zu unterzeichnen. Sie fordern zuvor eine Anpassung der bisher üblichen Netto-Zahlung der Spielergehälter, damit eine geplante Einführung einer Solidaritätssteuer in Italien nicht zu ihren Lasten geht. Diese würde die Serie-A-Clubs insgesamt 50 Millionen Euro kosten, die einzelnen Spieler aber nur sehr gering belasten.

Die AIC lehnte eine Änderung des Kontraktes ab. Damiani versicherte aber, dass "die Spieler alle ihre Steuer ordnungsgemäß zahlen". FIGC-Chef Abete garantierte der Liga daraufhin am Donnerstag die Einrichtung eines Sicherungsfonds des Verbands von 20 Millionen Euro.