Porno- und Sodomie-Videos auf Handys: Bayern überlegt Handy-Verbot an Schulen

Maßnahme ist unter Pädagogen äußerst umstritten Kultusministerium lässt das Verbot juristisch prüfen

Porno- und Sodomie-Videos auf Handys: Bayern überlegt Handy-Verbot an Schulen © Bild: APA/Schneider

Das bayerische Kultusministerium lässt wegen mehrerer Fälle von Gewaltvideos auf Schüler-Handys ein Handy-Verbot für Schulen juristisch prüfen. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers sei aber kein "Schnellschuss" geplant. Ein Verbot ist unter Pädagogen umstritten. So sagte der Schulleiter der Hauptschule in Immenstadt, im Unterricht müssten Handys ausgeschaltet sein, in den Pausen dürften Schüler Botschaften - zum Beispiel von ihren Eltern - abrufen.

In Immenstadt waren über 200 Schüler-Handys konfisziert und auf 16 Telefonen Gewalt-, Porno- und Sodomie-Videos festgestellt worden. Auch an einer Schule in Kaufbeuren war ein Fall mit Gewalt- und Pornovideos auf drei Schüler-Handys bekannt geworden.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kempten erklärte, die eingezogenen Handys mit harten Porno-, Gewalt und Tierpornodarstellungen würden den Schülern nicht zurück gegeben. Die betroffenen Jugendlichen, darunter drei Mädchen, müssten mit Erziehungsmaßnahmen wie Arbeitsauflagen im sozialen Bereich oder der Teilnahme an Seminaren für Sozialkompetenz rechnen. (APA/red)