Pendler schummeln & benutzen Busspur:
'Aktion scharf' gegen Gummipuppen im Auto

Aufblasbare Gefährten sind neuester Verkehrs-Trend 'Bitte nicht blasen': Polizei sagt Schummeln Kampf an

Mit Gummipuppen auf dem Rücksitz oder als Beifahrer versuchen Pendler aus dem Linzer Umland, dem täglichen Verkehrsstau zu entkommen. Weil Pkw mit mindestens drei Insassen in der Früh die Busspur benützen dürfen, sind die stummen Fahrgäste in Mode gekommen. Die Polizei plant jetzt eine Aktion scharf gegen die aufblasbaren Verkehrsteilnehmer.

Auf der B127 kurz vor Linz ist der morgendliche Stau tägliche Routine. Wer eine Fahrgemeinschaft bildet, darf die Blechlawine links liegen lassen und auf der Busspur vorbeirauschen. Wenn die Zahl der menschlichen Autoinsassen nicht ausreicht, greift so mancher Pendler in die Trickkiste und pumpt die fehlenden Personen einfach auf, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN).

"Gummipuppen erfreuen sich großer Beliebtheit", sagte der Linzer Stadtpolizeikommandant Johann Schnell im Zeitungsinterview. Jetzt will die Polizei in Sachen Gummipuppen aber aktiv werden: Noch im Oktober sei eine Schwerpunktaktion geplant, kündigte Schnell an.

Eine Anfrage der APA in einem Sex-Shop in der Umgebung von Linz bestätigte übrigens diesen neuen Verkehrs-Trend: Die aufblasbaren Herrschaften verkaufen sich in letzter Zeit noch besser als üblich, hieß es dort. (APA/red)