McCartney in Wien von

Sir Paul verzauberte

Knapp dreistündige Show im Happel-Stadion ließ Publikum in Nostalgie schwelgen

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    Paul McCartney in Wien

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    Paul McCartney in Wien

Was für ein Abend! Der mittlerweile 71-jährige Ex-Beatle Paul McCartney bewies gestern bei seinem Auftritt im Wiener Ernst-Happel-Stadion, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mit einem wahren Feuerwerk an Pop- und Rockklassikern begeisterte er Jung und Alt und ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, wer die größte lebende Musiklegende dieses Planeten ist.

Mit den Worten "Guten Abend Österreich, Servus Wien!" und dem Beatles-Klassiker "Eight Days A Week" eröffnete Sir Paul einen Hitreigen, der an diesem Abend nahezu niemanden kalt lassen sollte. Rund 27.000 Fans waren ins Ernst-Happel-Stadion gekommen, um der Liverpooler Legende ihren Tribut zu zollen. Die - zunächst noch etwas zurückhaltende - Menge bekam in der Folge ein munteres Potpourri aus Beatles- und Wings-Evergreens serviert. McCartney präsentierte sich dabei stimmlich in absoluter Topform und wechselte quasi im Vorübergehen zwischen Bass, Klavier, Akustik- und E-Gitarre hin und her.

Beatles-Hit-Marathon

Die ersten großen Highlights des Abends waren überraschenderweise eher weniger bekannte Songs wie die - für seine aktuelle Ehefrau Nancy geschriebene - Liebeshymne "My Valentine" oder die Lennon-Hommage "Here Today": Spätestens ab Mitte des ersten Konzertblocks hatte McCartney dann auch das Publikum voll für sich eingenommen und startete mit "Your Mother Should Know" einen nahezu ununterbrochenen Marathon an Beatles-Klassikern. Mit "Being For The Benefit Of Mr. Kite!" (Lennon) oder "Something" (Harrison) überraschte die Ikone dabei auch mit zwei Songs, die eigentlich nicht aus seiner eigenen Feder stammen.

Großartiges Finale

Spätestens mit den großartigen Darbietungen von "Let It Be", "Live And Let Die" und "Hey Jude" begann sich echte Euphorie im Publikum breitzumachen, und als im ersten Zugabenteil "Yesterday" erklang, hatten viele Fans bereits Tränen in den Augen. Den absolut würdigen Abschluss bildete ein "Grande Finale" mit "Helter Skelter" und dem "Abbey Road"-Medley "Golden Slumbers"/"Carry That Weight" und "The End". Als sich die 27.000 anschließend wieder auf den Heimweg machten, wurde manchen davon wohl erst bewusst, den vielleicht größten Songwriter des 20. Jahrhunderts gerade in Echtzeit erlebt zu haben.

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