Osterfeierlichkeiten auf der ganzen Welt:
Papst Benedikt beginnt Karfreitagsliturgie

Rund 50.000 Gläubige in der Altstadt von Jerusalem Blutige Kreuzigungsrituale auf den Philippinen

Osterfeierlichkeiten auf der ganzen Welt:
Papst Benedikt beginnt Karfreitagsliturgie

Christen in der ganzen Welt haben am Karfreitag der Kreuzigung und des Todes Jesu gedacht. Der traditionelle Kreuzweg in Jerusalem wurde von starken Gewittern mit Hagelschauern beeinträchtigt, trotzdem kamen nach Angaben von Kathpress rund 50.000 Gläubige in die Altstadt. Papst Benedikt XVI. hatte am Donnerstagabend mit der Messe vom Letzten Abendmahl die österlichen Feiern begonnen. Am Abend folgt der traditionelle Kreuzweg am Kolosseum in Rom. Im Rahmen der traditionellen Rituale in Cutud auf den Philippinen ließen sich heuer 14 Menschen freiwillig kreuzigen.

Erstmals seit Jahren regnete es in Jerusalem am Karfreitag heftig, und es war ungewöhnlich kalt für die Jahreszeit. Statt der üblichen großen Holzkreuze trugen die Gläubigen Regenschirme und nur kleine Kreuze in der Hand. Die israelische Polizei bot nach eigenen Angaben 500 Sicherheitskräfte zur Sicherung der Prozessionen und Gottesdienste auf. Die Zugänge zur Grabeskirche werden in diesen Tagen weiträumig kontrolliert. Der Kreuzweg auf der Via Dolorosa gehört zu den festen Bräuchen der Jerusalemer Osterfeierlichkeiten. Die Route war im 14. Jahrhundert von Franziskanern zusammengestellt worden.

Zahlreiche Besucher in Jerusalem
Der Meditationsweg endet an der Grabeskirche, in der sich insgesamt sechs Konfessionen nach einem genauen, im 19. Jahrhundert festgelegten Zeitplan mit ihren Gottesdiensten abwechseln. Die religiösen Feierlichkeiten hatten in der Früh in der Grabeskirche mit einem Gebet begonnen. Der Lateinische Patriarch Fouad Twal kam mit etwa 400 Menschen in die Basilika, bevor die Türen wieder geschlossen wurden. Außerhalb der Kirche drängten sich noch mehrere hundert Gläubige. Die Kirche steht der Überlieferung nach an der Stelle, an der Jesus Christus ans Kreuz geschlagen und dann begraben wurde.

Besonders viele Touristen aus aller Welt waren heuer nach Jerusalem gereist. Der Ostertermin der Ost- und Westkirchen fällt in diesem Jahr nämlich trotz unterschiedlicher Kalendersysteme auf den gleichen Tag. Juden und Christen begehen zudem in diesem Jahr die Pessach-Woche und die Karwoche zur gleichen Zeit.

Papst Benedikt erinnert an Missbrauchsskandal
Papst Benedikt XVI. erinnerte am Donnerstagabend bei der Gründonnerstagsmesse in Rom an die schwere Prüfung der katholischen Kirche durch den Missbrauchskandal. "Wir erleben erneut mit großem Schmerz, dass es dem Widersacher erlaubt wurde, die Jünger zu sieben, und dies vor den Augen der ganzen Welt", so der Papst laut Kathpress in seiner Predigt in der Lateranbasilika. Mit diesen Worten verwies er auf die Worte Jesu aus dem Lukasevangelium, nach seiner Gefangennahme würden sich seine Jünger zerstreuen und "wie Weizen gesiebt" werden. Mit dem traditionellen Abendmahlsgottesdienst mit Fußwaschung hatte Benedikt XVI. die Osterfeierlichkeiten in Rom eröffnet.

Am Karfreitag beantwortete Benedikt XVI. im italienischen Fernsehen Zuschauerfragen - eine Premiere. In der Religionssendung "A sua immagine" gab der Papst in einem im Voraus aufgezeichneten Beitrag Antworten auf sechs Fragen, die er zuvor ausgewählt hatte. Unter anderem hatten die Eltern eines Koma-Patienten nach dessen Seele und ein italienisch-japanisches Mädchen nach dem Sinn des Leiden gefragt. Am Gedenktag des Leidens und Sterbens Christi leitet Benedikt XVI. im Petersdom die von Stille und Ernst geprägte Karfreitagsliturgie mit der Zeremonie der Kreuzverehrung. Am Abend wollte er sich zum antiken Kolosseum begeben, um mit Zehntausenden Gläubigen symbolisch die 14 Stationen des Kreuzwegs Jesu zu meditieren. Die Texte dafür stammen heuer von der italienischen Ordensfrau Sr. Maria Rita Piccione.

Blutige Rituale auf den Philippinen
Am Karfreitag haben sich unterdessen bei einer Prozession auf den Philippinen Hunderte Menschen sich blutig peitschen und einige Teilnehmer sich ans Kreuz nageln lassen. Tausende Schaulustige kamen ins nördlich der Hauptstadt Manila gelegene Cutud, um dem Ritual in Erinnerung an die Leiden Christi beizuwohnen. Bei einer Prozession durch die Straßen der Stadt ließen sich Hunderte Teilnehmer blutig auspeitschen. 14 Philippiner ließen sich anschließend freiwillig ans Kreuz nageln. Die katholische Kirche verurteilt das Ritual in Cutud und wirft den Veranstaltern vor, mit der Prozession nur Touristen anlocken und Geschäfte machen zu wollen.

(apa/red)

Kommentare

... ögh - jetzt hab ich mir Youtube ein Video über die Kreuzigung auf den Phillipinen angesehen, sind die bescheuert :)

Noch was muss ich sagen, Jesus wurde NICHT gekreuzigt ! Nach muslimischen Glauben (also nach der Wahrheit). Er ist mit Seele und Körper in den Himmel aufgestiegen, und wird auch nach muslim. Glauben wieder zur Erde kehren.

Warum ich euch das alles überhaupt erkläre:) Sagt keiner mal Danke oder so - der Pfarrer wird euch nicht die Wahrheit sagen können:)

zwei Links für Vernünftige :) http://www.youtube.com/watch?v=nq84cSBdsv0

http://www.youtube.com/watch?v=A9DbOQFlSQQ&feature=related

... 14 Leute ließen sich freiwillig kreuzigen, mehr brauchst aber eh nicht :)

Ich rufe hiermit mal alle christlichen Freunde zum Nachdenken auf, wenn man allein schon mal logisch nachdenkt über das Christentum, Judentum - jeder interpretiert alles für sich, nach seiner Meinung.

Budhismus ist sowieso für mich keine Religion, wenn schon ein Lifestyle.

Die einzige Religion bei der auf jede Frage Referenzen geboten werden ist der Islam - nämlich jedes Wort im Kuran ! Keiner gibt seinen Senf dazu, alles bezieht sich auf den Kuran bzw. den Aussagen des Proph. Muhammed s.a.v. ! Allein wenn ihr die Sache mit menschlicher Logik zur Hand nimmt, werdet ihr es begreifen. Auch wenn ich nur einen einzigen Menschen hiermit darauf hinweisen konnte, ist mein Zweck erfüllt !

Frohe Ostern, oder.... ..... warum eigentlich FROHE Ostern? Was ist da froh daran?

Ok, das Wetter ist heuer toll, aber sonst?

Seite 1 von 1