ORF-Programmreform: "lebens.art" soll die Nachfolge von "Treffpunkt Kultur" antreten

Montägliche Doku-Reportage namens "art.genossen" "a.viso" als neue Kultur-Servicesendung am Sonntag

Der ORF lässt die Kultur-Katze aus dem Sack: Nicht "Gustav", nicht "Knut" - wie kolportiert -, sondern "lebens.art" ist der neue Titel des Kulturmagazins, das ab 16. April jeweils Montagabend ab 22.30 Uhr dem "Treffpunkt Kultur" nachfolgen soll. Der Doku- bzw. Reportagetermin im Anschluss trägt den Namen "art.genossen". Die für Sonntagvormittag geplante 30-minütige Kultur-Servicesendung soll "a.viso" heißen. Der Punkt im Titel ist somit charakteristisch für die Namensgebung in der ORF-TV-Kultur.

Der "Treffpunkt Kultur"-Nachfolger soll sich künftig seinem neuen Namen entsprechend eine Stunde lang den "Spielarten von Kunst und Kultur" widmen und den Ursachen gesellschaftlicher und kulturpolitischer Entwicklungen auf den Grund gehen. Der Zugang: "feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv", so ORF-Kulturchef Martin Traxl. "art.genossen" stellt ein aktuelles oder zeitlos relevantes Thema in den Mittelpunkt und will die Kultur als konkreten Bestandteil des Lebens spürbar machen, lautet die Vorgabe.

Nach dem gleichen Muster wie die der Magazine ist auch die Namensgebung der Kultur-Filmvorhaben gestrickt: Zum Abschluss des montäglichen Kultur-Themenabends wird auf ORF 2 ein "art.film" zu sehen sein, der ORF-Jargon für den Europäischen Film am späteren Freitagabend lautet "euro.film" und die Dokumentarfilmfläche am Sonntagabend läuft unter der Rubrik "dok.film". Gezeigt werden hier internationale Filme ebenso wie heimische Produktionen.

Schon am Sonntagvormittag ist der Kultur auf ORF 2 die Servicesendung "a.viso" gewidmet, in der ab 10.30 Uhr ein österreichweiter Wochenüberblick "nennenswerter Kulturereignisse" geliefert werden soll und in dem der ORF klar sagt, "was uns gefällt und was nicht", so Traxl.

Für den ORF-Kulturchef sind diese Titel "einprägsam, symbolisieren Aufbruch und stehen für unseren neuen offenen Zugang zur Kultur". Sie würden darüber hinaus ein "gemeinsames Erscheinungsbild" vermitteln und den "starken Auftritt" der Kultur dokumentieren.

(apa/red)