OGH trauert um seinen Vizepräsidenten:
Josef Gerstenecker bei Autounfall getötet

Prallte auf S6 bei Neunkirchen gegen Brückenpfeiler 20-jährige Beifahrerin stirbt Stunden später im Spital

OGH trauert um seinen Vizepräsidenten:
Josef Gerstenecker bei Autounfall getötet © Bild: APA/Stadtfeuerwehr Gloggnitz

Die Ursache des Unfalls stand weiterhin nicht fest. Das Auto des 63-Jährigen aus Korneuburg war laut Polizei im Gemeindegebiet von Grafenbach-St.Valentin von der Richtungsfahrbahn Wien abgekommen, gegen einen Brückenpfeiler geprallt und dabei völlig zertrümmert worden. Der Lenker war auf der Stelle tot. Die Studentin Simone W. wurde lebensgefährlich verletzt geborgen und ins Landesklinikum Wiener Neustadt geflogen, wo die Ärzte in den Nachtstunden den Kampf um das Leben der 20-Jährigen verloren.

Laut einer Aussendung des OGH verunglückte Gerstenecker auf der Heimfahrt von der Handball-Staatsmeisterschaft. Einst selbst aktiver Spieler, habe er die Korneuburger Handballer viele Jahre lang trainiert. Bis zuletzt war er Obmann der Herren von Union Korneuburg.

Gerstenecker war seit 1974 Richter. Mit Anfang 1993 wurde er zum Hofrat des OGH ernannt, dessen 1. Senat er seit 1. Jänner 2005 vorsaß. Seit 1. Mai 2008 war Gerstenecker auch OGH-Vizepräsident.

Justizministerin "tief betroffen"
Justizministerin Claudia Bandion-Ortner zeigte sich vom Tod des Vizepräsidenten des OGH in einer Aussendung tief betroffen: "In solchen Stunden ist es schwer, seine Gefühle in Worte zu fassen. Ich bin im Gedanken bei seiner Familie", so Bandion-Ortner.

(apa/red)