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Österreich senkte Lohndifferenz Männer/Frauen in EU jüngst am meisten

Österreich mit 20,1 Prozent aber noch mit der fünfthöchsten Lohnschere

Unter den EU-Staaten hat Österreich die immer noch hohen Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern von 2015 auf 2016 am stärksten reduzieren können. 2015 waren es laut Eurostat-Daten vom Mittwoch 21,7 Prozent, die Frauen weniger verdienten als Männer, 2016 waren es nur noch 20,1 Prozent. Das Minus von 1,7 Prozentpunkten ist der höchste Rückgang unter den 28 EU-Staaten.

Im EU-Durchschnitt gab es 2016 gegenüber 2015 mit je 16,2 Prozent Differenz dagegen keine Unterschiede. Die stärksten Lohnunterschiede verzeichnete 2016 Estland mit 25,3 Prozent. Das Land verzeichnete nach Österreich den zweitstärksten Rückgang (-1,6 Prozentpunkte) gegenüber 2015 (26,9 Prozent). Österreich lag mit einer Lohndifferenz von 20,1 Prozent auf Platz fünf unter den 28 EU-Staaten, 2015 war es sogar noch der vierte Platz.

Am niedrigsten waren die Lohnunterschiede 2016 in Rumänien (5,2 Prozent), vor Italien (5,3 Prozent) und Luxemburg (5,5 Prozent).

Auf der anderen Seite folgen hinter Estland (25,3 Prozent) Tschechien (21,8 Prozent), Deutschland (21,5 Prozent), Großbritannien (21,0 Prozent) und Österreich (20,1 Prozent).

Beim Vergleich der Daten von 2011 mit 2016 konnte Rumänien mit einem Minus von 4,4 Prozentpunkten am stärksten die Lohnunterschiede verkleinern. Dann folgen Ungarn (-4,0 Prozentpunkte), sowie Österreich und Spanien (je -3,4 Prozentpunkte). Die Lohnschere ging auf der anderen Seite am stärksten in Portugal in diesem Zeitraum auseinander (+4,6 Prozentpunkte), vor Slowenien (+4,5 Prozentpunkte).

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