NS-Verbrecher Heinz Barth ist tot: Deutscher ist im Alter von 86 gestorben

An Massaker war in Oradour-sur-Glane beteiligt SS-Division tötete 642 Zivilisten, darunter viele Kinder

Der Kriegsverbrecher Heinz Barth, der wegen seiner Beteilgiung am berüchtigten Massaker im französischen Oradour-sur-Glane verurteilt worden war, ist gestorben. Barth sei im Alter von 86 Jahren gestorben, sagte der Pfarrer von Barths Wohnort Gransee bei Berlin, Heinz-Dieter Schmidtke. Die Beerdigung werde im September stattfinden. Er habe sich bereiterklärt, die Begräbniszeremonie zu übernehmen, sagte der Pfarrer weiter.

Barth war 1983 in der DDR wegen seiner Beteiligung an dem Blutbad in dem südfranzösischen Dorf Oradour-sur-Glane während des Zweiten Weltkriegs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Juli 1997 wurde er wegen seines Gesundheitszustands vorzeitig entlassen.

Bei dem Massaker am 10. Juni 1944 hatten gut 200 Mitglieder der SS-Division "Das Reich" 642 Zivilisten, darunter 247 Kinder, grausam umgebracht. Die Männer wurden mit Maschinengewehren erschossen. Frauen und Kinder wurden in der Dorfkirche eingesperrt, die dann angezündet wurde. Oradour-sur-Glane wurde zum Symbol für die Grausamkeiten der Nazi-Besatzung in Frankreich (1940-1944).

(apa)