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Nord- und Südkorea stellen Militärkommunikation wieder her

Bei ersten hochrangigen Militärgesprächen zwischen den beiden Ländern seit 2007

Nord- und Südkorea wollen ihre militärischen Kommunikationskanäle vollständig wiederherstellen. Darauf einigten sich beide Seiten am Donnerstag, wie in einer gemeinsamen Stellungnahme mitgeteilt wurde.

Bei den ersten hochrangigen Militärgesprächen Nord- und Südkoreas seit 2007 sei auch über eine Entmilitarisierung des Grenzdorfs Panmunjom "auf Probe" diskutiert worden und darüber, feindlichen Handlungen entlang der innerkoreanischen Grenze einzustellen.

Die Militärs trafen sich zwei Tage nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. In einer Absichtserklärung bekannte sich Nordkorea anschließend zur atomaren Abrüstung, allerdings ohne Zeitplan oder konkrete Schritte. Als Gegenleistung bot Trump unter anderem Sicherheitsgarantien an.

Keine Einigung erzielten die Militärs darüber, Kommunikationsverbindungen zwischen den militärischen Spitzenbefehlshabern beider Länder zu einzurichten sowie Gespräche zwischen den jeweiligen Verteidigungsministern zu vereinbaren. In der gemeinsamen Stellungnahme hieß es, man werde an den beiden Punkten arbeiten.

Laut Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap soll die nordkoreanische Seite gefordert haben, dass Südkorea die halbjährlich stattfindenden Militärmanöver mit US-Streitkräften einstellen solle. Zuvor hatte Südkoreas Präsident Moon Jae-in nach Angaben eines Sprechers angekündigt, man ziehe eine Pause bei den Militärmanövern zur Vertrauensbildung mit Nordkorea in Erwägung. Trump hatte nach dem Gipfel ebenfalls davon gesprochen, die Manöver einzustellen, ohne jedoch einen Zeitpunkt zu nennen.

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