NEWS: Luxus der Bawag-Banker! Skandal- Verantwortliche genießen Leben in Villen!

Während Bank blutet, frönen Ex-Bosse dem Luxus PLUS: Wolfgang Flöttl jun. im Exklusiv-Interview

Während die Bank der kleinen Sparer blutet, frönen die Skandal-Verantwortlichen dem Luxus. NEWS über die Nobelwohnungen und Luxus-Domizile der Ex-Manager.

Die Bawag stand nach den Karibik-Deals im Jahr 2000 am Rand der Pleite. ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch, der damals für die Bawag-Verluste mit dem Vereinsvermögen des ÖGB – unter anderem mit dem Streikfonds, der laut Insidern rund 1,5 Milliarden Euro betragen soll – gehaftet hatte, hat ebenso den Hut genommen wie ÖGB-Finanzchef und Bawag-Aufsichtsratschef Günter Weninger. Der neue Bawag-Boss Nowotny macht nun reinen Tisch und entlässt die Hälfte seiner Vorstandskollegen.

Verantwortliche Banker leben im Luxus
Trotzdem bleibt ein äußerst bitterer Beigeschmack, der sich nun zum Fall für die Justizbehörden auswächst. Denn die Verantwortlichen für das Milliardendebakel der Bank leben bis heute unbehelligt und schwelgen noch dazu im Luxus. Während die kleinen Bawag-Sparer und die Gewerkschaftsmitglieder zittern, haben sie ihre Millionen in Sicherheit gebracht und genießen das Leben in Prunkvillen und Luxuspenthouses.

●Walter Flöttl, der als Bawag-Generaldirektor die Karibikgeschäfte Anfang der 90er Jahre mit seinem Sohn einfädelte, genießt seine üppige Pension in einem 600 Quadratmeter großen Penthouse in bester Wiener Innenstadtlage. Die Luxuswohnung im obersten Geschoß des Bawag-Gebäudes Fleischmarkt 1 konnte er 1996 zum Vorzugspreis von 8,33 Millionen Schilling erwerben.

●Helmut Elsner, in dessen Ära als Bawag-Boss die verlustreichen, geheimen Karibikgeschäfte fallen, durfte nach dem Debakel vier weitere Jahre in Amt und Würden bleiben und mit Dank und Anerkennung 2004 in den Ruhestand übertreten. Für seinen "großen Erfolg" bekam er als Abfertigung und Pensionsauszahlung noch rund 3,6 Millionen Euro mit in den Ruhestand. Und weil der stets braun gebrannte und in feinstes Tuch gekleidete Banker so gute Erfahrungen mit dem Risiko hat, beließ man ihn nach seiner Bawag-Pensionierung im Vorstand der Österreichischen Lotterien. Immerhin bekommt ein Lotterien-Vorstand durchschnittlich 320.000 Euro im Jahr. Erst Bawag-Feuerwehrmann Nowotny löst diesen Vertrag jetzt auf.

Vorerhebungen gegen Ex- Bawag-Boss Elsner
Elsner, der zwischen seinem Wiener Innenstadtluxuspenthouse und seinem mondänen Domizil in Südfrankreich pendelt und sich auf den besten Golfplätzen der Welt zuhause fühlt, wird dies wenig tangieren. Schon mehr ins Schwitzen könnte der ob seiner Sportlichkeit umstrittene Golfer kommen, weil Bawag-Boss Nowotny jetzt Schadenersatzforderungen gegen Elsner prüfen lässt und der Staatsanwalt Voruntersuchungen gegen ihn eingeleitet hat. Dabei geht es unter anderem auch um seine Penthousewohnung mit der Wiener Nobeladresse Tuchlauben 7 in bester City-Lage. Der Luxuswohnraum auf 325 Quadratmetern samt Terrasse und Pool im Bawag-eigenen, neu renovierten Hochholzerhof stand Elsner erst als Dienstwohnung zur Verfügung, bevor er sie im Sommer vergangenen Jahres als Eigentumswohnung kaufen durfte. Der Kaufpreis wird zwar geheim gehalten, doch die marktkonformen 3,1 bis 3,5 Millionen Euro sollen es nicht gewesen sein. Dafür erinnert sich ein Mitarbeiter an die Vorgaben für die neue Wohnung: "Der Pool sollte auf jeden Fall größer sein als der vom Flöttl am Fleischmarkt." Elsner war leider zu keiner Stellungnahme bereit. Ebenso wenig wollte sich der frühere Bawag-Boss dazu äußern, dass Renovierungskosten seiner Villa in Südfrankreich in der Höhe von angeblich rund 40 Millionen Schilling von der Bawag bzw. einer ihrer Töchter getragen worden sein sollen. Der Staatsanwalt ermittelt seit kurzem auch in dieser Causa.

●Wolfgang Flöttl stellt aber alle Beteiligten bei weitem in den Schatten. Der US-Multimillionär, der jetzt von der österreichischen Justiz per Haftbefehl gesucht wird, lässt sich gerne unter den Reichen und Schönen blicken. Das Haus von Wolfgang Flöttls Gattin Anne Eisenhower, der Enkelin des ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, in der Promi-Enklave der "Hamptons" eineinhalb Autostunden östlich von New York ist gut als Palast zu bezeichnen. Ein zweistöckiges Haupthaus, dazu Nebenflügel, im für den Ort South Hampton an den Traumstränden Long Islands recht typischen klassizistischen Stil der Superreichen. Das Haus hat gleich zwei Einfahrten, den Haupteingang und einen für Dienstboten. 23 Millionen Dollar soll laut Immobilienexperten der Wert des Anwesens betragen.

Freilich hat Flöttl auch ein New Yorker Apartment in der schicken Upper East Side nahe dem Central Park. Das Gebäude "The Gotham" ist ein äußerlich schlichtes Haus, doch zeigen öffentliche Grundbuchunterlagen, dass Apartments dort in der Vergangenheit um 1,5 bis 2,2 Millionen Dollar die Besitzer wechselten. Und Flöttl wohnt in den obersten, den teuersten Stockwerken.

Millionenvilla in der Karibik
In Bermuda, dem wohltemperierten Finanzparadies im Atlantik, hatte Flöttls Firma "Ross Capital Markets Ltd", über die er großteils die milliardenschweren Bawag-Spekulationen abwickelte, ihr Hauptquartier. Begeistert berichten eingeladene Gäste von seiner Villa im Nobelstadtteil Tuckers Town, wo er gleich neben US-Multimilliardär und Polit-Populist Ross Perot sowie Italiens Premier Silvio Berlusconi residiert. Als Kaufpreis hatten lokale Medien 15 Millionen Dollar kolportiert. Der NEWS-Lokalaugenschein wurde allerdings nicht nur vom privaten Wachdienst, sondern auch von scharfen Hunden eingeschränkt. Offenbar werden hier große Werte gesichert. Was nicht zuletzt die Bawag interessieren wird, die Millionen zurückfordern will.

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