Neuer Friedensvertrag für Cote d'Ivoire: Präsident unterzeichnet Papier mit Rebellen

Wird das gespaltene Land dadurch wieder vereint? Beide Seiten sollen gemeinsame Regierung bilden

Nach wochenlangen Verhandlungen hat der Präsident von Cote d'Ivoire, Laurent Gbagbo, einen neuen Friedensvertrag mit den Rebellen unterzeichnet. Daran knüpfen sich Hoffnungen, das seit einem Bürgerkrieg in den Jahren 2002 und 2003 gespaltene Land nunmehr einen zu können.

Mehrere von den Vereinten Nationen unterstützte Friedenspläne waren bisher an dem Ziel gescheitert, seit langem ausstehende Wahlen auf den Weg zu bringen. Details zu dem nun im benachbarten Burkina Faso unterschriebenen Vertrag wurden zunächst nicht bekannt.

In der Presse der Cote d'Ivoire war jedoch zuvor darüber spekuliert worden, dass Rebellenführer Guillaume Soro mit einem neuen, von ihm nun selbst unterschriebenen Friedensvertrag zum Ministerpräsidenten ernannt werden könnte. Er würde dann Charles Konan Banny ersetzten, der nach den UNO-Plänen Wahlen vorbereiten und rivalisierende Kämpfer entwaffnen sollte.

Vorgesehen ist, dass beide Seiten innerhalb von fünf Tagen zusammenkommen, um eine neue Regierung zu bilden. Danach sollen unter anderem ein Amnestieprogramm in Kraft gesetzt und regierungsnahen Milizen aufgelöst werden. Im Oktober sollen Wahlen in der Elfenbeinküste stattfinden.

Präsident Gbabgo hatte wiederholt die Einmischung des Auslands in die Angelegenheiten des westafrikanischen Landes kritisiert. Dort patrouillieren nach wie vor französische und UNO-Truppen entlang einer Pufferzone zwischen den Rebellen und den Regierungstruppen.

(apa)