Neil Armstrong tot von

Abschied vom Mondmann

Trauerfeier für den ersten Mann am Mond. Hunderte gedachten dem Raumfahrer.

Trauerfeier für Neil Armstrong © Bild: Reuters

Knapp drei Wochen nach dem Tod von Neil Armstrong haben seine Kameraden und mit ihnen die ganze USA von dem ersten Menschen auf dem Mond Abschied genommen. In der National Cathedral in Washington gedachten mehrere hundert Menschen des Raumfahrtpioniers, der am 25. August im Alter von 82 Jahren gestorben war.

Männer, die wie Armstrong vor gut vier Jahrzehnten auf dem Erdtrabanten gelandet waren, gaben Armstrong die letzte Ehre. In der ersten Reihe saßen Buzz Aldrin und Michael Collins - seine Kameraden auf dem legendären Flug vom Juli 1969.

Vor zwei Wochen beigesetzt

Armstrong war bereits fast zwei Wochen zuvor in seinem Heimatstaat Ohio beigesetzt worden. Er war für sein bescheidenes Auftreten bekannt und kein Freund großer Auftritte. Auch deshalb hatte es kein Staatsbegräbnis gegeben, dafür jetzt den Gedenkgottesdienst in der zweitgrößten Kirche des Landes.

Armstrongs Sohn Rick berichtete von seiner zwölf Jahre alten Tochter, die ihren Großvater immer mit dem Himmel in Verbindung gebracht habe: "Immer wenn ein Flugzeug vorüberflog, schaute Grandpa Neil zum Himmel. Und er wusste immer, was für eines es ist."

Ein kleiner Schritt...

Der frühere Jagdflieger Armstrong war wegen seiner ruhigen, beherrschten Art für den wohl wichtigsten Job im Weltraumwettrennen der 60er Jahre ausgewählt worden. Mit dem ersten Schritt eines Menschen auf einem anderen Himmelskörper schrieb er Geschichte. Berühmt wurde der Satz: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit." Während des Gottesdienstes sang die kanadische Jazzsängerin Diana Krall den Welthit "Fly Me to the Moon" - "Flieg' mich zum Mond".

Kommentare