"Nazis in der Hofburg? Das ist so 1938!":
Krawalle rund um Burschenschafter-Ball

Polizei: Völliges Demo-Verbot nach Ausschreitungen Brandsätze und brennende Mistkübel am Vorabend

"Nazis in der Hofburg? Das ist so 1938!":
Krawalle rund um Burschenschafter-Ball © Bild: APA/Neubauer

Der heutige Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) sorgt wieder für heftige Proteste. Bereits am Vorabend der Veranstaltung kam es zu Ausschreitungen: Aufgebrachte Aktivisten warfen bei einer Spontandemonstration am Stephansplatz Brandsätze und Steine gegen Einsatzkräfte der Polizei. Die Polizei weitete ihr Demo-Verbot daraufhin aus. Auch die geplante Standkundgebung beim Votivpark wurde untersagt.

Es sei davon auszugehen, dass gewaltbereite Demonstrationsteilnehmer die heutige Veranstaltung sowie das Recht auf Versammlungsfreiheit für weitere Gewalttaten und Ausschreitungen missbrauchen werden, lautete die Begründung der Exekutive für das Verbot. Zudem würden Internetaufrufe wie "Nazis aufs Maul hauen", "Wer nicht hören will, muss fühlen", "Wien muss Tunesien werden", oder "Österreich abschalten! Für freies Leben und Anarchie" kursieren, wie die Behörden berichteten.

Brandsätze & brennende Mistkübel am Vorabend
Bereits am Vorabend des Balls ist es zu heftigen Protesten gekommen. Rund 100 Demonstranten versammelten sich gegen 21.00 Uhr zu einer Spontan-Demo am Stephansplatz und bewegten sich durch den Graben in Richtung Schottenring. Die weitere Route verlief von der Schottengasse zum Parlament und zurück zur Universität. Nachdem Mistkübel angezündet und Brandsätze geworfen worden waren, fanden auch Übergriffe auf die Exekutive statt. Die Demonstration musste daher im Bereich Burgtheater trotz zahlreicher Deeskalationsversuche seitens der eingesetzten Kräfte um 21.50 Uhr behördlich für aufgelöst erklärt werden, hieß es von Seiten der Polizei. Verletzt wurde bei dem Protest niemand.

"Wir lassen uns nicht verarschen"
Empört über das Demo-Verbot zeigten sich die linken Gegner der Veranstaltung: "Während sich einen Tag nach dem internationalen Holocaust-Gedenktag legale und illegale Rechtsextreme in der Hofburg treffen dürfen, werden dem legitimen antifaschistischen Protest behördliche Knüppel in den Weg gelegt", kritisierte Stefan Jagsch, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Wien. Rosa Krasnaya, Aktivistin des KSV-LiLi, dückte sich drasitscher aus: "Wir lassen uns nicht verarschen."

ÖH protestiert: "Nazis in der Hofburg? Das ist so 1938!"
Ähnlich sieht das auch die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH): "Dass die ursprünglich geplante Demo untersagt wurde ist mehr als skandalös - die Polizei schikaniert und kriminalisiert antifaschistisches Engagement, während die Rechtsextremen in der Hofburg feiern dürfen." Vertreter der ÖH demonstrierten deshalb heute trotz Verbot vor dem Parlament. "Nazis in der Hofburg? Das ist so 1938! - Nein zum WKR-Ball!" war auf dem Transparent der Demonstranten zu lesen.

Der Ball des Wiener Korporationsrings führte bereits in den vergangenen Jahren immer wieder zu heftigen Protesten. Im Vorjahr wurden die Demonstrationen ebenfalls untersagt. Es kam zu 14 Festnahmen, mehrere Menschen wurden verletzt.

(red)

Kommentare

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eine Handvoll Linksfaschisten terroriesiert Österreich. Dieser Linke Mop versucht gegen alles und Jedes, dass seiner Idealogie widerspricht mit Gewalt vor zu gehen. Wenn man sich ihre Transparente ansieht, kann kann man hinter Jenen nur vom Leben völlig frustrierte Blingänger vermuten, die ohnehin von der Gesellschaft finanziert werden müssen, weil nicht Lebensfähig. Dieser Mop könnte bei weiterer Ausbreitung auch noch ein Grund für einen Bundesheereinsatz erzeugen. Man sieht dass auch neue Aufgaben für das Bundesheer geben könnte, wie den Erhalt des Sozialen Frieden

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Re: eine Handvoll Linksfaschisten D\'accord...auf den Punkt gebracht.

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gehören alle eingesperrt jeder der mich hier kennt weis, dass ich nichts von den ewig gestrigen halte!!
Aber das was hier passiert finde ich genauso ideotisch.
Diese linken demogeilen ewig studierenden sind nix besser wie die braunen Hetzprediger!
Diese zerstörerischen und gewalttätigen linken gehören wie jeder andere auch mit aller härte des Gesetztes bestraft, aus und pasta.

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Re: gehören alle eingesperrt Genau meine Meinung!

Es ist legitim und gut, gegen ultrarechts aufzutreten.

Aber wenn ich unter dem Deckmantel "Rettung der Demokratie" selbst alle demokratischen Spielregeln (Einhaltung von Rechtsvorschriften, ...) missachte, dann bin ich um kein bisschen besser als diejenigen die ich bekämpfen will.

Noch dazu verschafft man mit all diesen Aktionen der Veranstaltung in der Hofburg eine mediale Aufmerksamkeit, die sie sonst nie hätte.
Wäre ich Burschenschafter, ich würde Dankschreiben für die Gratis-Werbung verschicken ...

Wenn derart eine Veranstaltung und ihre Besucher zum ultimativen Feindbild hochstilisiert werden, dann werde ich den Verdacht nicht los, dass es dabei um "Krawall um des Krawalls willen" geht - und nicht um ein inhaltliches Statement zum Thema.

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Re: gehören alle eingesperrt Respekt Belwalter ---> ich weiß wie sehr Sie Nazis hassen... aber am FR waren die Linken das Problem...

Wieder die linken Chaoten und Autonomen Warum soll eine - wenn vielleicht auch umstrittene (in welchen Augen auch immer) -Studentenverbindung nicht ihren Ball feiern? Nur weils linken und grünen und Gutmenschen nicht passt? Und weil man Blödsinn herbeiredet - von wieder an die Macht gelangen etc., - dürfen die linken Chaoten dann in schlimmster Form demonstrieren und zerstören? Damit eines klar ist: Burschenschafter haben noch kein Allgemeingut zerstört, Mistkübel angezündet, Polizisten angegriffen etc. und würden das auch nicht tun. Es demonstriert ja auch niemand wenn die Linken feiern. Also - cool down!

Linksfaschismus... die neue Gefahr für Österreich ? Wieder einmal Großkampftag in Wien, den grünen Hetzern sei Dank ! Und so neben bei ein Angriff gegen die demokrat. Gesellschaft.

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Aber Hauptsache die linken ÖH-Zecken reissen wieder einmal ... ... zu jedem Thema die Papp´n auf. Egal, ob es irgendwas mit Studium/Uni/etc. zu tun hat ...
Muss das Leben nicht herrlich sein, wenn einem der (rot-grüne) Parteiarsch mit Zwangsgebühren vergoldet wird?

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Re: Aber Hauptsache die linken ÖH-Zecken reissen wieder einmal ... Diese Leute haben noch wenigstens ein Demokratie-Verständnis im Gegensatz zu den meisten Österreichern. Von mir aus sollen die Deutsch-Nationalen über eine Vereinigung fantasieren, wenn sich aber noch Rechtsextremisten und Neonazis dazumischen und die Hofburg entehren - dann reichts mir irgendwann einmal.

Eine Bestätigung des Trends.. ...der seit einiger Zeit dahin geht, Rechtsrandige zu hätscheln und zu pflegen. Was hofft man damit zu erreichen? Rücksichtnahme, wenn diese dann an die Macht gelangen? Das ist eine Illusion, besser wäre, endlich die ausufernde Bevorzugung dieser Ewiggestrigen zu beenden. Macht mit ihnen, was sie tun würden, wennn sie das Sagen hätten.

Oh Mann da wirds heut wieder rund gehen...

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