Monogamie von

Treue ist Ausnahme

Männer benehmen sich in Beziehungen weiterhin bewusst oder unbewusst wie Singles

Fremdflirten © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Männer halten ihre Beziehungen auf Armeslänge und sehen sich weiterhin auf dem Single-Markt um. Während es für Frauen überaus wichtig ist, in Freundschaften und Partnerschaften glücklich und zufrieden zu sein, bleiben Männer in beiden Angelegenheiten vielmehr auf Distanz. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung der Oxford University.

Unabhängig von unserer kulturellen und gesellschaftlichen Etablierung der Monogamie, scheint für Männer ihre Biologie ein essenzieller treibender Faktor zu bleiben. Daher benehmen sie sich bewusst oder unbewusst wie Singles. Für die Studie wurden rund 340 Teilnehmer für eine Online-Befragung zu den Themen Aufrechterhaltung, Rolle und Wert der Freunde und Partner rekrutiert.

Tierreich lebt Untreue vor

Laut dem Paartherapeuten Richard L. Fellner http://psychotherapiepraxis.at bestätigt die Studie das, was sich in der Praxis häufig abspielt. "Man kann zwar nicht generalisierend sagen, dass Männer ungebundener sind, aber tendenziell ist es schon so", betont er im Interview mit pressetext. Im Tierreich sei feststellbar, dass vermehrt Männchen und Alphatiere untreu sind. Verhaltensbiologisch sei auch bei Menschen eine ähnliche Neigung feststellbar. "Treue ist eher eine Ausnahme, als Regel", führt der Experte aus.

In anderen Kulturen würde Untreue sogar toleriert. "In Asien akzeptieren Frauen geheim das Fremdgehen, solange der äußere Anschein gewahrt wird und die materielle Versorgung sichergestellt ist", sagt Fellner. Dies sei für die westliche Kultur ein No-Go.

Freundinnen haben emotionale Intimität

Dass Männer auch ihre Freundschaften auf Distanz halten, muss Fellner zufolge im Verhältnis zu den Frauen gesetzt werden, was jedoch auch nicht generalisierend erklärbar ist. "Im Vergleich zum Mann überlegt die Frau, wer eine wirkliche Freundin ist. Bei Frauen besteht zudem häufig eine emotionale Intimität", so der Therapeut.

Frauen würden sich zusätzlich stets Gedanken darüber machen, ob sie nach wie vor an erster Stelle bei ihren Freundinnen stehen. Bei Männern hingegen sei diese Angelegenheit lockerer, wie der Fachmann abschließend schildert.

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