Miss Travel von

Gratis-Urlaub für Sex

Zweifelhafte Dating-Plattform sucht junge Reisebegleiterinnen für reiche Sponsoren

Miss Travel - Gratis-Urlaub für Sex © Bild: Thinkstock

Gratis-Urlaub gegen angenehme "Gesellschaft", heißt es auf der Online-Plattform "MissTravel". Reiche, meist verheiratete, Sponsoren sind hier auf der Suche nach jungen, attraktiven Reisebegleiterinnen Das riecht streng nach versteckter Prostitution. Eine Userin: "Ich fühle mich mit meinem Sponsor nicht wie eine Prostituierte, aber wahrscheinlich bin ich eine."

Die Dating-Seite MissTravel nimmt nur schöne Frauen in ihre Datenbank auf. Das Portal bringt hübsche Mädchen mit reichen Sponsoren zusammen, die auf der Suche nach attraktiven Reisebegleiterinnen sind, schreiben US-Medien. Über ein Belohnungssystem können die Kunden angenehmen Zeitgenossinnen Prämien in Form von Bonus-Meilen zukommen lassen. Fleißige Profi-Urlauberinnen werden mit Solo-Reisen belohnt. Auf der Internetplattform heißt es, dass Escorts nicht willkommen sind. Ein schaler Beigeschmack bleibt trotzdem.

Gerti Senger: "für Mädchen gefährlich"
"Natürlich sind solche Angebote moralisch fragwürdig. Allerdings gibt es solche Tauschhandel auch ohne Internet. Ein Mann, der Begleitung für einen Urlaub sucht, wählt keine Frau, die Altgriechisch oder Integralrechnung beherrscht. Er wird auch offline eine hübsche Partnerin wählen. Solche Internetportale bergen das Potenzial für Prostitution und können für Mädchen gefährlich sein, allerdings haben die Mädchen nach dem ersten persönlichen Kontakt zumindest die Möglichkeit, noch abzulehnen", sagt Psychologin Gerti Senger im Gespräch mit pressetext.

"Wer braucht Geld, schöne Menschen reisen gratis!"
Wer sich als Reisebegleitung für Wohlhabende verdingen möchte, muss sich bei MissTravel registrieren. Nur wenn das beigelegte Foto den Anforderungen entspricht, wird ein Profil in den Pool von potenziellen Urlaubspartnerinnen aufgenommen. Die Seite wirbt damit, dass der Kundenstamm sich aus Anwälten, Ärzten, Athleten, Bankern und Managern besteht. Das Modell erinnert an andere sogenannte "Sugar Daddy"-Portale, die reiche alte Männer mit jungen hübschen Frauen zusammenbringen. Deshalb werden teilnehmende Mädchen auch gewarnt, sich auf den Trips auf ihren "gesunden Menschenverstand zu verlassen".

Verheiratete, ältere Herren suchen
Die Autorin des US-Blogs Jezebel stellte nach ihrer Registrierung bei MissTravel fest, dass ein großer Teil der suchenden Männer verheiratet war. Auch einige Gesuche älterer Herren nach "dunkelhäutigen oder gemischten Mädchen" gibt es zu bestaunen. "Es gibt sicher die Klischees von den alten Männern mit lavierter Prostata, die 20-jährige Mädels suchen. Das riecht dann nach Prostitution. Es sind aber sicher auch geschiedene 40-Jährige vorhanden, die einfach keine Zeit zur Partnersuche haben. Man soll nicht alles über einen Kamm scheren", so Senger.

Gefährliche Situation
Trotzdem besteht für die Frauen, die sich auf das Angebot von MissTravel einlassen, das Risiko von unangenehmen Situationen. Tausende Kilometer von zuhause entfernt in irgendeinem abgeschiedenen Urlaubsparadies ist es sicher nicht einfach, einem aufdringlichen Urlaubssponsor klarzumachen, wo die Grenzen sind. "Das Gefahrenpotenzial ist da, die Frauen wissen nie, mit wem sie sich einlassen. Das Bedürfnis nach Freizeit und Urlaub ist in unserer Gesellschaft aber so groß, dass das in Kauf genommen wird", erklärt Senger.

"What's your price"
Der Betreiber von MissTravel unterhält noch eine ganze Reihe weiterer zweifelhafter Web-Angebote. Auch "Seeking Arrangements", "Seeking Millionaires" und "What's your price" wurden schon der versteckten Prostitution bezichtigt. 2009 sagte eine Seeking-Arrangements-Kundin der New York Times: "Ich fühle mich mit meinem Sponsor nicht wie eine Prostituierte, aber wahrscheinlich bin ich eine."

Kommentare

Warum nicht Wieviele Frauen sind eigentlich mit Männern zusammen, nur weil sie Geld haben? Alleine in meinen Bekanntenkreis kenne ich zwei so Fälle. Frauen sind nun mal käuflich. Ablehnen tun das meist nur Frauen, die auf Grund ihres Aussehens einen gewissen Wettbewerbsnachteil haben. Persönlich halte ich von solchen Plattformen nichts. Wer aber wirklich weibliche Urlaubsbegleitung sucht, wäre besser beraten auf diversen asiatischen Internetforen nach einer jungen aufgeschlossenen Resieleitein/begleiterin zu suchen. Kambotscha und Vietnam sind da zur Zeit sehr beliebt.

Und bitte ... ... warum eigentlich nicht? Was ist daran soooo schlecht?
Ich sehe es als reine Dienstleistung - Ehefrauen machen im Prinzip nichts anderes Aber da ist es ja legal weil sie ein Dokument in den Händen haben (wie ein Monopol). Wieviel unzählige gut betuchte Frauen machen es genauso - da bringt man keinen Artikel darüber !?!?
Immer nur über die ach so schlechten Männer?

Der, der es sich leisten kann, dem steht sicher ein wirklich erholsamer Urlaub bevor.

Und ehrlich - sind alle nicht alt genug um selbst zu wissen was sie tun?
Auch die, die ihren Urlaub kostenlos genießen?

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