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Migration: Zahl der positiven Asylbescheide in Italien rückgängig

Minus von 29 auf 19 Prozent - Vier neue Zentren zur Migrantenrückführung geplant

Seit dem Amtsantritt der neuen rechtspopulistischen italienischen Regierung ist die Zahl der positiven Asylbescheide stark gesunken. In knapp mehr als zwei Monaten sank die Zahl der positiv entschiedenen Asylanträge von 28 auf 19 Prozent, teilte der Staatssekretär im Innenministerium, Nicola Molteni, im Interview mit der römischen Tagezeitung "Il Messaggero" (Montag) mit.

Italien woll sich jetzt verstärkt um die Rückführung von abgelehnten Asylwerbern bemühen. "Wir sind das Land mit der geringsten Zahl von Heimführungen. Das Problem ist Europa, das zu wenig Rückführungsabkommen mit Drittländern abschließt", sagte Molteni.

Italien plane die Einrichtung von zusätzlichen Zentren für die Heimführung von Migranten. Sie sollen in Modena, Mailand, im friaulischen Gradisca d'Isonzo und in Nuoro auf Sardinien entstehen. "Für die Rückführung der Migranten werden wir das Geld investieren, das wir dank der geringeren Zahl von Ankünften sparen", betonte Molteni.

Die italienische Regierung will im Herbst eine Reihe von Rückführungsabkommen mit afrikanischen und asiatischen Ländern für die Abschiebung und die Heimführung von illegal nach Italien eingewanderten Migranten abschließen. Geplant sind Abkommen mit Senegal, Pakistan, Bangladesch, Eritrea, Mali, Gambia, Cote d'Ivoire, Sudan und Niger.

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