Ski alpin von

Mayer könnte wieder
Vielstarter bei Olympia werden

Abfahrt, Super-G und Kombination fix - Riesentorlauf? "Möglich wäre es schon, aber jetzt nicht im Kopf"

Auf vier Starts ist er bei den Olympischen Spielen vor knapp vier Jahren in Sotschi gekommen, vier könnten es auch im Februar in Pyeongchang werden. Matthias Mayer schickt sich an, wieder der Vielstarter im Österreichischen Herren-Skiteam zu werden. Nach der Performance in Wengen ist für den Abfahrts-Olympiasieger auch in der Kombination etwas möglich.

Dem achtplatzierten Mayer fehlten auf den französischen Sieger Victor Muffat-Jeandet 1,37 Sekunden, auf das Podest aber nur 22/100 Sekunden. Nicht der Slalom, sondern die Abfahrtsleistung mit dem nicht gelungenen Brüggli-S kosteten letztlich einen besseren Rang. "Es ist natürlich schade um das Podest", trauerte der Kärntner der verpassten Chance etwas nach. Nach Platz sechs in Bormio war er abermals bester Österreicher.

Zeit auch im Slalom nachzubessern, bleibt bis zu den Winterspielen nicht. "Die nächsten Wochen sind extrem hart, da ist nicht viel Platz. Kitzbühel, Garmisch, Speed steht jetzt im Vordergrund, darauf fokussiere ich mich. Es bringt mir auch nichts, wenn ich jetzt ein, zwei Tage Slalom trainieren gehen würde, das würde mich nicht um eine halbe Sekunde schneller machen. Ich müsste das eigentlich kontinuierlich machen, dann würde es wirklich einen Sinn machen."

Bei Olympia 2014 in Sotschi eröffnete Mayer mit der Goldmedaille in der Abfahrt, es folgte Platz 13 in der Kombination, ein Ausfall im Super-G und Rang sechs im Riesentorlauf. Antreten in den Speedbewerben und der Kombi sind in Südkorea fix. Wie sieht es mit dem Riesentorlauf aus? "Es ist schade, dass sich Roland das Kreuzbandl gerissen hat, aber ich glaube nicht, dass ich infrage komme. Möglich wäre es schon, aber ich habe es jetzt nicht im Kopf, sagen wir mal so", meinte er.

Tatsächlich hat Mayer seit Olympia nur zehn Weltcup-Riesentorläufe bestritten und war nur zweimal klassiert. Am 28. Jänner bietet sich in Garmisch-Partenkirchen aber noch eine Chance zum Testen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Vizeweltmeister Roland Leitinger sind neben Marcel Hirscher und Manuel Feller jedenfalls noch Startplätze im ÖSV-Team frei.

Superstar Hirscher hat seine Pläne für die Winterspiele noch nicht bekanntgegeben, abgesehen von Slalom und Riesentorlauf sind für den Salzburger auch noch Teilnahmen in Kombination - er ist Ex-Weltmeister und aktueller Vizeweltmeister - Super-G und mit der Mannschaft im neu eingeführten Teambewerb denkbar.

Was die Kombination betrifft, sind Vincent Kriechmayr, Romed Baumann und Marco Schwarz weitere Anwärter auf einen Startplatz. "Das müssen die Trainer entscheiden, natürlich würde ich gerne fahren. So schlecht war das jetzt auch nicht, wenn ich ein bisserl mehr Training in den Füßen habe, dann funktioniert das sicher besser", sagte Schwarz, der in Wengen das erste Mal seit der WM im vergangenen Februar die langen Latten anhatte und Gesamtzwölfter wurde.

Die Speedpiloten sehen bei dem dichten Programm keine Chance auf zusätzliche Slalom-Trainingstage. "Vor Kitzbühel wäre ein Tag Super-G-Training wichtiger", meinte Baumann, der in Wengen Kombi-15. wurde. Frederic Berthold (16.) macht sich wenig Hoffnungen auf die Winterspiele. "Ich muss jetzt erst einmal schauen, dass ich wieder schnell Ski fahre. Momentan fehlt das letzte Selbstvertrauen."

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