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Johann Lafer:
"Wozu das Ganze?"

Das Lebensglück des Starkochs scheint zusammengefallen wie erkaltetes Soufflé.

Johann Lafer © Bild: APA/DPA/von Erichsen

Der Lafer Johann aus St. Stefan im Rosental ist gerade einmal 13, als er – hinterm Steuer eines alten Steyr-Traktors – den elterlichen Acker durchpflügt. Als der Bauernbub das sperrige Gefährt wenden will, überrollt es mehrmals den Grünstreifen, der die Grenze zum Nachbarfeld markiert, und das Braun der Reifenspuren gräbt sich in das satte Grün. „Wie stehen wir nun vor den Nachbarn da?“, zetert Mutter Irmgard. Und: „Nur wenn du ordentlich anpackst, giltst du da draußen etwas.“ Das Ende der kurzen Moralpredigt. Die Geburtsstunde von Johann Lafers unersättlichem Perfektionismus.

45 Jahre später, im März 2015. Lafer hat angepackt. Aus dem zarten Steirerbub ist ein Großunternehmer geworden. Der heute 57-Jährige ist nicht nur Starkoch, sondern auch Autor von mehr als 60 Fachbüchern und Trademark der quotenstarken ZDF-Shows „Lafer! Lichter! Lecker!“ und „Küchenschlacht“. Der Burgherr, Luxushotelier und Haubenrestaurant- Besitzer nennt zwei Hubschrauber sein Eigen, mit denen er betuchte Gäste herumfliegt. Zudem kann man Lafer für Kochkurse mieten, und ein kleines Fernsehstudio besitzt er obendrein. Das Lafer-Imperium setzt rund 15 Millionen Euro im Jahr um und beschäftigt 100 Mitarbeiter. Nebenbei errichtete er im deutschen Bad Kreuznach auf eigene Kosten eine Mensa fürs Gymnasium. Die Kinder erhalten täglich gesunde Kost ohne irgendwelche Ergänzungsstoffe. Wenn er dort zu Besuch ist, wird er wie ein Popstar abgefeiert, ist beliebtes Motiv für Selfie-Sammler und Autogrammjäger.

Zwischen Glanz und Leere.

Keine Frage, Lafer hat’s geschafft. Aber genau das macht ihm auch zu schaffen.

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Kommentare

Wenn es Lafer bei bei seiner unglaublichen Karriere noch nötig hatte finanzielle Unregelmäßigkeiten zu begehen, müssen sie aufgeklärt werden. Keine Frage! Aber sonst, Hut ab vor ihm. Warum hat er in Deutschland Erfolg? weil er als Steirer besser und bodenständiger kocht als die Deutschen selbst.

Harte Arbeit, tolle Karriere, wo viel Licht ist, ist auch einiger Schatten. Trotzdem - Hut ab. Das muss man mal schaffen und auf die Reihe bringen.

Urlauber2620

Lafer ist kein Piefke sondern Steirer.Und man liest den Neid aus den Zeilen mancher Leser die es wahrscheinlich nicht viel weiter als bis zum Bezug von AMS-Geldern brachte.

Roy2010

Johann Lafer ein egoistische selbst lobende Piefke

jaja, das passiert, wenn man größenwahnsinnig wird....

Mal schauen, was alles ans Tageslicht kommt. Wenn es bei 100 Mitarbeitern bei einer Handvoll Unregelmäßigkeiten gegeben hat, sollte man die Kirche schon im Dorf lassen. Steckt ein System dahinter, dann wird er die Zeche schon bekommen. Es ist davon auszugehen daß die Staatsanwaltschaft hier besonders genau ermitteln wird. Insofern werden wir bald wissen was Sache ist.

jaja, der herr saubermann aus der steiermark....die gier is a hund.

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