Leichtathletik-WM von

IOC duldet keine Politik

Athleten die für Rechte Homosexueller protestieren werden ausgeschlossen

Regenbogenfingernägel von Emma Green-Tregaro bei Leichtathletik-WM als Protest gegen Homosexuellendiskriminierung in Russlannd. © Bild: GEPA pictures/ Bildbyran

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) kündigte an, Athleten von den Winterspielen im Februar in Sotschi auszuschließen, wenn sie für die Rechte Homosexueller protestieren sollten. Das sei keine Sanktion, sondern ein Mittel dazu, Athleten zu schützen, die sich sonst zu einer politischen Aussage gezwungen fühlen könnten, sagte IOC-Sprecherin Sandrine Tonge "Zeit online". Proteste oder Demonstrationen in Bezug auf das Ende Juni unterzeichnete Gesetz gegen "Homosexuellen-Propaganda" werde das IOC nicht akzeptieren. Die Schwedin Emma Green-Tregaro hatte zuvor mit regenbogenfarbenen Fingernägeln gegen die Diskriminierung Homosexueller protestiert.

Was das IOC unter Strafe stellen werde (Tragen von Ansteckern mit Regenbogenflaggen etc.) wollte Tonge nicht erläutern. Das IOC beruft sich auf Paragraf 50 der Olympischen Charta. Der besagt, dass jede Demonstration "politischer, religiöser oder rassenbezogener Propaganda an den olympischen Stätten, Austragungsorten oder anderen Bereichen" untersagt ist.

Gleichzeitig bekräftigte Tonge, das IOC habe von hochrangiger Seite der russischen Regierung versichert bekommen, dass die Gesetzgebung nicht diejenigen betreffe, die an den Olympischen Spielen teilnehmen oder ihnen beiwohnen.

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