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Lebenslange Haft für Stockholmer Lkw-Attentäter gefordert

In Schweden meist Freilassung nach 16 Jahren üblich - Usbekischer Täter soll danach Land verlassen

Der wegen des Terroranschlags in der Stockholmer Innenstadt angeklagte Usbeke soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang ins Gefängnis. "Alles andere als lebenslänglich steht außer Frage", erklärte die Anklage am Donnerstag vor Gericht. Wenn der 40-Jährige seine Strafe abgesessen habe, solle er das Land verlassen.

Lebenslang Verurteilte werden in Schweden meist vorzeitig, im Schnitt nach 16 Jahren, freigelassen. Der Mann hatte im Prozess gestanden, am 7. April 2017 einen gestohlenen Lkw in der Stockholmer Haupt-Einkaufsstraße in eine Menschenmenge gelenkt zu haben. Bei der Tat starben fünf Menschen, 15 wurden verletzt, viele von ihnen schwer.

Er habe Schweden zwingen wollen, den internationalen Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) aufzugeben, sagte sein Anwalt. "Das Motiv war, Angst zu erzeugen."

"Er überfuhr Familien, Frauen, Kinder, Jung und Alt. Er war völlig gefühllos", erklärte die Staatsanwaltschaft. In dem zwei Monate langen Prozess sagten mehr als 100 Zeugen aus. Die Plädoyers sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

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