Kraftakt gegen Salzburger: Vienna Capitals große Gewinner der 53. Eishockey-Runde

Schützenhilfe von KAC. Keine Chance für Graz & Linz PLUS: Alle Ergebnisse und Tabelle der Eishockey-Liga

Die Vienna Capitals sind der Gewinner der 52. Runde im Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Die Wiener schafften es daheim gegen Leader Red Bulls Salzburg nach einem 0:3-Rückstand in die Verlängerung, in der Mike Craig nach nur einer Minute den Siegestreffer zum 5:4 erzielte. Die Capitals rangieren damit vier Runden vor Playoff-Beginn einen Punkte vor Jesenice wieder auf Rang vier, weil sie von Rekordmeister KAC in Form eines Heim-4:1 gegen die Slowenen Schützenhilfe erhielten.

Innerhalb von 1:36 Minuten schafften die Wiener vor 4.300 Zuschauern nach einem 0:3 nach zwei Dritteln den Ausgleich. Nach der Initialzündung durch Latusa (47./PP) nutzten Werenka (48.) und Wren (48.) ein 5:3-Powerplay innerhalb von nur 22 Sekunden perfekt aus. Als Wren in Überzahl mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 4:3 gelang, lagen die Capitals erstmals sogar voran. Koch brachte die Gäste, die sich im Schlussdrittel durch zahlreiche Strafen selbst schwächten, neuerlich ins Spiel, ehe Craig bereits in der ersten Minute der Overtime das umjubelte 5:4 gelang.

Lange Zeit hatte der Vizemeister aus Salzburg, der vier Zähler vor dem VSV weiter an der Spitze liegt, wie der sichere Sieger ausgesehen. Nach einem Blickstart trafen Andre Lakos (6.) und Trattnig (9./PP). Als Koch im Mitteldrittel einen weiteren Treffer für die clever agierenden Gäste erzielte (25.), schien die Partie entschieden.

KAC leistet mit 4:1 Schützenhilfe
Der bereits länger aus dem Playoff-Rennen ausgeschiedene KAC hat in der 52. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) den Vienna Capitals mit einem 4:1-Heimsieg gegen Jesenice den Vienna Capitals Schützenhilfe im Kampf um Platz vier gegeben. Der Rekordmeister bot gegen die Slowenen vor gut 3.000 Zuschauern eine seiner besten Leistungen in dieser Saison und feierte einen auch in diesem Ausmaß verdienten Erfolg.

Foster war mit zwei Powerplay-Treffern Matchwinner der Klagenfurter. Er traf in der 19. und 37. Minute zum 1:0 bzw. 2:1. Dazwischen ließ D. Rodman die Gäste mit dem Ausgleich hoffen (25.), doch meistens war der starke KAC-Goalie Hannes Enzenhofer zur Stelle. Als Jesenice alles riskierte und den Tormann heraus nahm, traf Hinz in der Schlussminute ins leere Tor zum 3:1. Ibounig setzte Sekunden später den Schlusspunkt.

Schon vor der Partie hat der KAC auf dem Spieler-Sektor einige Weichen für die nächste Saison gestellt. So wurden die Verträge von Christian Ban und Chris Harand jeweils um ein Jahr verlängert, in beiden Fällen mit Option auf die Saison 2008/09. Ohne Option wurden die Kontrakte mit Paul Schellander, Johannes Kirisitz, Hannes Enzenhofer und Franz Wilfan für ein Jahr prolongiert. Die Option auf eine Weiterverpflichtung von Ryan Foster wurde hingegen nicht gezogen.

"Zahnlose Haie" besiegten Schlusslicht Graz
Dass der HC TWK Innsbruck mit den Rücken zur Wand um die Minimalchance auf den Play-Off-Einzug kämpft, war den Eishockey-Cracks aus Innsbruck gegen Graz nicht anzumerken. Aber auch "zahnlose Haie" waren vor der Minuskulisse von 1.500 Zuschauern gegen das Schlusslicht aus der Steiermark stark genug, um einen ungefährdeten 4:1-Sieg zu feiern. Damit bleiben die Tiroler, deren Trainer Larry Sacharuk bereits einen 3-Jahres-Vertrag in Graz unterschrieben hat, zumindest theoretisch im Play-Off-Rennen.

Die Partie begann jedoch nicht nach Wunsch der Tiroler: Nach einem schweren Fehler von HCI-Tormann Claus Dalpiaz gingen die Grazer bereits in der zweiten Minute durch Washburn in Führung. Den Fehler konnte Dalpiaz, der in der kommenden Saison ebenfalls nach Graz wechseln wird, in der Folge mit tollen "saves" aber wieder gut machen.

Es war der Innsbrucker "Tor-Garantie" Dagenais vorbehalten, den Ausgleich mit einem knallharten Schuss von der Seite zu erzielen (6.). Das zweite Drittel brachte bis auf das Power-Play-Tor von Lindner zum 2:1 wenig Höhepunkte. Erst im Schlussabschnitt kamen die Innsbrucker etwas auf Touren: Zuerst war es wieder Dagenais, der nach einem Stangenschuss von Unterluggauer das 3:1 erzielte (43.). Das war der 31. Treffer des Franko-Kanadiers in seiner 23. Partie für Innsbruck. Das 4:1 durch Kapitän Hansen in Überzahl (51.) brachte dann die endgültige Entscheidung.

VSV ließ Linzern keine Chance
Der Villacher SV erledigte mit dem klaren 5:1 (4:0,1:1,0:0) gegen die Linzer gleich zwei Vorgaben. Einerseits festigte er gegenüber den Oberösterreichern den zweiten Platz in der Erste Bank Eishockey-Liga hinter den Salzburgern, weist nun sieben Punkte Guthaben auf die Black Wings auf. Anderseits rehabilitierte er sich für die 0:3-Schlappe am Freitag beim abgeschlagenen Schlusslicht aus Graz und obendrein für das 1:6 von Linz am 1. Februar.

Die ersten fünf Minuten gehörten zwar den Gästen, die mit dem jüngsten 6:2 gegen die Vienna Capitals in die Drau-Stadt gekommen waren, doch dann drehten die von 4.000 Zuschauern angefeuerten Adler, die in Prohaska einen sicheren Rückhalt hatten, auf. Scoville nach Pass von Edgerton (6.), Bousquet aus einem Konter (12.), Brown (16./Edgerton), Edgerton (19./Lanzinger, 28./Brown), jeweils im Powerplay, wurden ihrem Kampfnamen "Blauer Blitz" gerecht und stellten auf 5:0. Erst dann gelang den Linzern durch Gregor Baumgartner nach Pass von Lukas ein Powerplay-Tor zum 1:5, es war sein 26. Saisontreffer.

Den Rest der Spielzeit begnügte sich der Meister, der nun bei 5:3-Saisonsiegen gegen die Oberösterreicher hält, den Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen.

(apa/red)