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Koalition:
Umweltorganisationen üben Kritik

Pläne von ÖVP und FPÖ im Verkehrs- und Infrastrukturbereich nicht gutgeheißen

Die Pläne von ÖVP und FPÖ im Verkehrs- und Infrastrukturbereich sind am Donnerstag auf Kritik von Umweltorganisationen gestoßen. Der WWF Österreich sprach sich dagegen aus, umstrittene Großprojekte schneller durchzupeitschen und lehnt die entsprechende Staatszielbestimmung ab. Greenpeace betonte, dass der Angriff auf Umweltrechte gestoppt werden müsse.

"Wer Mitsprache- und Kontrollrechte beschneidet, riskiert Umweltverschmutzung und Artensterben", warnte Hanna Simons, stellvertretende Geschäftsführerin des WWF Österreich, in einer Aussendung: "Aus Erfahrung wissen wir, dass unter dem Deckmantel schnellerer Verfahren immer wieder Stimmung gegen Umweltrechte gemacht wird." Stattdessen solle mehr Bürgerbeteiligung ermöglicht werden.

Ähnlich sah das Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. "Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, muss der Verkehr in Österreich auf radikal neue Beine gestellt werden", betonte er.

Die Klimabewegung "System Change, not Climate Change!" wandte sich gegen die dritte Piste am Flughafen Schwechat. "Eine Beschleunigung der Verfahren darf auf keinen Fall zu Verschlechterungen der Rechte von BürgerInnen und Umwelt führen. Stattdessen müssen öffentliche Interessen wie Lärm- und Klimaschutz stärker als bisher verankert werden", so deren Repräsentant Manuel Grebenjak.

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