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Kleines Personalpaket in den ÖBB

Clemens Först wird Vorstandssprecher der Rail Cargo Austria

Die ÖBB beziehungsweise ihre Tochter Rail Cargo Austria (RCA) haben in heutigen Aufsichtsratssitzungen ein kleines Personalpaket beschlossen. Wie erwartet wird Clemens Först (40) ab 1. Jänner 2017 Vorstandssprecher der RCA. Veronika Zügel (55) leitet ab dem Jahreswechsel das Strategische Konzernpersonalmanagement in der ÖBB-Holding, Johann Pluy (47) ab November das ÖBB-Business Competence Center.

Först wird die RCA gemeinsam mit Erik Regter und Ferdinand Schmidt leiten. Er war zuletzt Produktionsvorstand der DB Cargo AG, Tochterfirma der Deutschen Bahn. Von 2011 bis 2015 war Först bereits im ÖBB-Konzern tätig, zunächst als Leiter Unternehmensstrategie, später als Geschäftsführer des Rail Cargo Carrier, als Finanzvorstand der Rail Cargo Hungaria sowie als Geschäftsführer der European Contract Logistics Austria GmbH, teilten die ÖBB am Montagabend auf APA-Anfrage mit. ÖBB CEO Andreas Matthä baut demnach darauf, dass der neue Vorstand "die notwendigen Veränderungen umsetzen wird, damit die Rail Cargo Group auch in Zukunft am hart umkämpften Markt wirtschaftlich erfolgreich sein wird".

Die Wienerin Zügel ist derzeit im Führungsteam der Hilti AG und hat die globale Personalverantwortung für rund 2.500 Mitarbeiter in Asien, Amerika und Europa. Davor war die Juristin Vice President Human Resources & Communications beim Pharma- und Chemiekonzern DSM Pharmaceutical Products in den USA, Personal- und Kommunikationsleiterin bei der Constantia Packaging AG sowie Personalchefin bei DO & CO in Wien.

Pluy wiederum wechselt innerhalb des Unternehmens. Bisher war er Bereichsleiter Bahnsysteme in der ÖBB-Infrastruktur AG, wo er unter anderem die Energieversorgung des ÖBB-Konzerns, den Betrieb der Telekommunikationsnetze sowie die Leit- und Sicherungstechnik mit über 600 Mitarbeitern verantwortete. Dabei hat er auch die Mobilfunkstrategie des Unternehmens mitentwickelt.

Die Immobilienstrategie des Unternehmens war zwar im ÖBB-Aufsichtsrat ein Thema, es seien aber wie geplant keine Entscheidungen gefallen, hieß es aus dem Unternehmen.

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