Kathrin Zechner von

"Jammere nicht"

Künftige ORF-Programmchefin über Führungsstil und Ziele

Kathrin Zechner - "Jammere nicht" © Bild: Zechner mit Whoopi Goldberg / APA

Kathrin Zechner, scheidende Musical-Intendantin der Vereinigten Bühnen und künftig wohl mächtigste Medienfrau im Lande spricht im NEWS-Interview über ihren Führungsstil und ihre Power: „Egal ob man das Power-Frau oder Frau-100.000 Volt nennt: Das klingt zwar gut, aber ich bin vielmehr eine harte, professionelle Arbeiterin. Und ich habe ein gerütteltes Maß an Instinkt und Leidenschaft. Ich will, dass der Funke überspringt – auf mein Team und letztlich auf das Publikum. Wenn die Chefin als Lokomotive zieht, dann ziehen die anderen mit.“

Zechner über ihren Arbeitseinsatz: „Ohne Pause zu arbeiten, das geht nicht. Denn da ist die Gefahr groß, dass man wie in einer Salatschleuder sitzt und außen wird dauernd am Seil gezogen und man wird so lange im Kreis gedreht, bis der Saft draußen ist. Dem muss man gegensteuern.“

Die studierte Juristin über ihre Ausbildung: „Es ist sehr praktisch, Juristin zu sein, weil das Studium das analytische Denken trainiert hat. Ich tat mir wegen meiner vielen Interessen sehr schwer, mich zu entscheiden – darum finde ich die Schul-Diskussion heute auch sehr wichtig. Das Modell von Claudia Schmied geht hier in die richtige Richtung, dazu muss aber das Ziel gelten, die beste Schule – kleine Klassen, gut ausgebildete sozial intelligente LehrerInnen und Förderung – für alle zugänglich zu machen und nicht nur in Privatschulen. Zurück zu mir: Parallel zu Jus habe ich Theaterwissenschaften und Politologie studiert, weil mich das begeistert hat. Und dann kam das Interesse für Kommunikation und ich habe mich in dem Bereich umgeschaut, beim Radio, bei Zeitungen und beim TV. Es war dann Glück, dass ich ein zweiwöchiges Volontariat in der ORF-Unterhaltung bekommen habe. Daraus hat sich aus Weltoffenheit, harter Arbeit und klugen Förderern der Rest entwickelt.“

Auf die Frage, ob sie stolz auf ihre Karriere ist: „Das musste ich wirklich lernen, dass man auf Geleistetes Stolz sein darf. Aber ich verbinde es mit Dankbarkeit und Demut. Mir ist nichts in den Schoß gefallen, ich hab hart für meinen Lebensweg gearbeitet! Ich gehöre nicht zu jenen, die in der Kantine sitzen und jammern. Mir ist es wichtig, zu gestalten und umzusetzen.“

Lesen Sie das ganze Interview im aktuellen NEWS 37/2011!

Kommentare

Diese Parteibuchwirtschaft ist nicht mehr auszuhalten, ekelhaft.
Freut es die Kathi nicht mehr bei den Bühnen dann gehen wir halt wieder zum ORF.
Der ORF gehört privatisiert, die Parteien raus, dann kann betriebswirtschaftlich gearbeitet werden. Ich freue mich auf den Tag wo vom europäischen Gerichtshof die Zwangsgebühr ORF (GIS) abgeschafft wird)

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