Fakten von

Kärntner wegen Nazi-Tattoos
in Klagenfurt vor Gericht

Geschworenenverfahren wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz

Ein 33 Jahre alter Kärntner hat sich am Dienstag wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz vor einem Geschworenensenat in Klagenfurt verantworten müssen. Er soll Nazi-Symbole sowie andere einschlägige Bilder verbreitet und so seine nationalsozialistische Überzeugung bekräftigt haben. Der Mann bekannte sich zum Faktum schuldig, bestritt aber die nationalsozialistische Motivation dahinter.

Staatsanwältin Heidrun Endisch warf dem Angeklagten vor, er habe sich die schwarze Sonne, ein Symbol des Nationalsozialismus, auf die rechte Schulter tätowieren lassen und Fotos davon versandt. Darüber hinaus habe er auf Facebook und mit seinem Handy Bilder mit nationalsozialistischem Inhalt verbreitet.

Laut Verteidiger Philipp Tschernitz hat sich der wegen Gewaltdelikten mehrfach vorbestrafte Mann aufgrund eines Vergewaltigungsversuches, dem seine Lebensgefährtin nur knapp entronnen sei, zu diesen Fotos hinreißen lassen. "Es war ein Ausdruck von Wut und Hilflosigkeit und er entschuldigt sich dafür", so der Rechtsanwalt.

Die Hauptverhandlung unter dem Vorsitz von Richter Manfred Herrnhofer wurde am Dienstagvormittag mit der Einvernahme des Angeklagten fortgesetzt.

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