Kärntner macht Frau zu seiner Sexsklavin:
Täter wird zu zweieinhalb Jahren verurteilt

18-Jähriger fesselte Frau mit Abschleppseil ans Auto Peiniger fuhren mit Opfer mit dem Zug nach Salzburg

Kärntner macht Frau zu seiner Sexsklavin:
Täter wird zu zweieinhalb Jahren verurteilt © Bild: APA/Hans Klaus Techt

Klammheimlich, abseits der Medien, wurde vergangene Woche über ein grausames Verbrechen geurteilt. Ein 18-jähriger Kärntner hatte eine junge Frau entführt, mehrfach vergewaltigt und zum Oralverkehr mit Reisepassanten gezwungen. Die Frau durchlebte drei Tage lang ein unvorstellbares Martyrium. Der Fall schockierte ganz Österreich. Das Urteil des Gerichts: zweieinhalb Jahre Haft.

Der 18-jährige ist am Landesgericht Klagenfurt wegen Vergewaltigung, Nötigung und anderer Delikte verurteilt worden. Wie erst jetzt bekanntwurde, fand der Prozess bereits vergangene Woche statt, berichtete die "Kärntner Tageszeitung". Der Bursch hatte mit einem 17-jährigen Komplizen eine junge Frau entführt. Das Duo fuhr mit der 19-Jährigen per Zug nach Oberösterreich und Salzburg, wobei sie mehrmals zu Oralverkehr genötigt und vergewaltigt wurde.

Drei Tage lang in Gewalt der Peiniger
Der Fall sorgte für großes Aufsehen in Österreich - drei Tage lang befand sich die junge Frau in der Gewalt ihrer Entführer. Neben der sexuellen Nötigung wurde sie auch dazu gezwungen, am Bahnhof in Salzburg mit einem anderen Reisenden gegen Geld Oralverkehr durchzuführen. Der Preis: fünf Euro. Außerdem musste die 19-Jährige mit einem Abschleppseil an den Händen gefesselt einem Auto nachlaufen. Gerettet wurde sie durch Zufall - bei der Routinekontrolle einer Polizeistreife konnte sie auf sich aufmerksam machen.

Abseits jeglichen Medienrummels fand in der Vorwoche der Prozess gegen den Haupttäter statt. Er musste sich laut Anklageschrift wegen Nötigung, Vergewaltigung, Diebstahls und Urkundenunterdrückung verantworten. Der 17-jährige Freund des Entführers war bereits im Oktober vergangenen Jahres zu fünf Monaten bedingter Haft wegen Unterlassung der Verhinderung einer Straftat verurteilt worden.
(apa/red)